• Kate S. Stark

Ein Blick in mein neues Bullet Journal | Getting my shit together


Lang, lang ist's her, aber ich habe in den letzten Tagen einfach etwas Abstand von Social Media und meinen Büchern gebraucht, um mir klar zu werden, was ich eigentlich mit meinem Leben anfangen will.


Da ich eine ganze Weile auf meinen Bullet Journal warten musste, habe ich die Zeit eben mit Nachdenken, aber auch mit dem Lesen (bzw. Hören) von Deep Work von Cal Newport verbracht. Ein paar seiner Ideen fand ich ganz spannend und werde demnächst sicher noch mehr darüber schreiben.


Weil meine Bullet Journals mittlerweile angekommen sind und ich mein neues so weit eingerichtet habe, wollte ich euch heute zeigen, wie ich es aufgebaut habe, um mir (hoffentlich) dabei zu helfen, all meine wirren Gedanken zu ordnen und wieder auf die Beine zu kommen, nachdem ich nach den Veröffentlichungen der Witch's World Bücher und von Die Dunkelheit deiner Seele in ein ziemliches Loch gefallen bin.

Zum Aufbau meines neuen Bullet Journals habe ich auch ein Video auf YouTube veröffentlicht.


Meine neuen Notizbücher

Ja, Plural. Ich habe mehrere bestellt, allesamt punktkariert und mit einer höheren Papierstärke, wie ich in diesem Blogpost schon erzählt habe. Recht viel teurer als die Notizbücher, die ich sonst gekauft habe, waren sie auch nicht, entsprechen jetzt aber viel eher meinen Ansprüchen.


Anfang Juli hatte ich schon meine beiden Bullet Journals beim Verlag Edition Michael Fischer bestellt und mich total darauf gefreut, weil ich mich für zwei grüne entschieden hatte. Tja, und dann sind sie ewig nicht angekommen, obwohl sie laut Bestätigungsmail innerhalb von 2-5 Werktagen verschickt werden sollten.


Also musste ich meine BuJo-Session. auf die ich mich schon so sehr gefreut habe, wieder und wieder verschieben. Und als dann auch die 3. Woche angebrochen und mir niemand vom Verlag/Lieferant auf meine Mails geantwortet hat, habe ich gepanikt und auf Amazon noch 4 weitere Notizbücher bestellt.


Die sind jeweils im Doppelpack gekommen, einerseits von Lemome (60 Blatt), von denen ich schon einmal ein Notizbuch hatte und sehr zufrieden war mit der Qualität, und andererseits von Heideweg (240 Seiten). Letzteres ist auch mein neues BuJo geworden, weil ich einfach nicht länger auf die EMF Notizbücher warten wollte. Die kamen dann einen Tag später, aber da habe ich schon angefangen, mein neues BuJo anzulegen.


Während ich die Heideweg und EMF Notizbücher als meine Alltags-Bullet-Journals verwenden werde, nutze ich die dünneren Lemome-Bücher wahrscheinlich mehr für meine Romanprojekte. In diesem Artikel könnt ihr übrigens einen Blick in eines meiner Roman-Bullet-Journals werfen. Und demnächst werde ich euch sicher auch das zu Die Dunkelheit deiner Seele und dessen Folgebänden zeigen.



Standard BuJo-Seiten

Die Bullet Journal Methode legt standardmäßig immer einen Index und einen Future Log an. Das habe ich auch so gemacht, wobei ich vom traditionellen Layout ein bisschen abgewichen bin.


Mein Index ist nur eine Doppelseite lang, hat dafür aber je zwei Spalten, in die ich meine Einträge und die entsprechenden Seitenzahlen notieren kann. So finde ich schnell alle wichtigen Einträge wieder, sofern ich den Index aktuell halte.


Bei meinem Future Log habe ich nur die letzten vier Monate diesen Jahres eingetragen, also September bis Dezember, weil ich nicht damit rechne, dass dieses Notizbuch recht viel länger als das reichen wird. Dafür schreibe ich zu viele Tagebucheinträge zwischendurch und/oder Brainstorme zu viel darin.


Auch eine Doppelseite für meine Ziele habe ich eingeplant, wobei ich mir da noch nicht sicher bin, welche ich für die kommenden Monate setzen möchte. Durch die viele Zeit, die ich in den letzten Wochen hatte, habe ich viel darüber nachgedacht, was ich vom Leben will und das unterscheidet sich stark von den bisherigen Zielen, die ich noch bis vor kurzem hatte. Da muss ich noch etwas in mich gehen, bevor ich diese Seite ausfülle.



Kompakte To-Do-Listen für Social Media Content

Social Media ist mir wichtig und es ist essentiell für meine Autorenkarriere. Nur leider war ich in letzter Zeit extrem unorganisiert und habe deswegen nicht regelmäßig gepostet und auch irgendwie die Lust und den Spaß daran verloren. Auch am Bloggen, zumindest zwischenzeitlich.


Damit das nicht mehr passiert, habe ich mir einen Workflow mit den wichtigsten Arbeitsschritten für meine Blogposts, Videos und Instagram-Posts erarbeitet. Und damit ich nicht für jeden Post oder jedes Video eine ellenlange To-Do-Liste schreiben muss, habe ich diese kompaktere Version entwickelt.


Dort trage ich das jeweilige Thema oder eine Idee ein und kann dann die einzelnen Arbeitsschritte durchstreichen, die ich schon erledigt habe. So sehe ich immer, wie weit ich mit den einzelnen Posts bin und was als nächstes getan werden muss.

Diese Methode verwende ich schon länger bei meinen Buchprojekten und bin richtig begeistert, dass ich sie jetzt auch auf andere Bereiche meines Autorenlebens ummünzen konnte.



Übersicht meiner Bücher

Wie gerade schon gesagt, verwende ich eine ganz ähnliche Übersicht/To-Do-Liste für meine Buchprojekte. So sehe ich einerseits, welche Schritte ich als nächstes angehen kann, bis das aktuelle Projekt abgeschlossen ist. Andererseits habe ich meine bisherigen Erfolge so auch im Blick, weil ich auch schon abgeschlossene/veröffentlichte Projekte wie z.B. meine Witch's World Bücher eingetragen habe.

Und genug Platz für neue Projekte gibt es auch noch, wobei ich mit den eingetragenen schon mehr als genug zu tun habe.



Auf der Seite neben dieser Übersicht findet sich außerdem ein Diagramm, in das ich gerne die Verkaufszahlen meiner Bücher pro Woche eintragen möchte. Natürlich sehe ich das auch, wenn ich das bei KDP (Amazon) nachschaue, aber es in mein Notizbuch einzutragen, hilft mir hoffentlich dabei, diese Erfolge, auch wenn sie nur kleine sind, zu feiern und mich auch Jahre später noch daran erinnern zu können.


Deep Work


In der Einleitung habe ich schon erzählt, dass ich gerade Deep Work von Cal Newport höre. Dieses Buch ist mir auf YouTube schon einige Male begegnet und ich war einfach neugierig und auf der Suche nach neuem Input zu Produktivität und Organisation.


Zwar bin ich noch nicht ganz fertig, aber ich finde die Denkansätze von Cal Newport wirklich interessant und möchte ein paar davon über die nächsten Monate hinweg testen. Deswegen habe ich eine Doppelseite genau diesem Thema gewidmet, um einerseits meine Regeln für eine Deep Work Session festzulegen (linke Seite) und meine Deep Work Stunden pro Woche zu messen (rechte Seite).


Warum ich dieses Konzept so gut finde?

In den letzten Monaten bzw. zwei Jahren habe ich mir einige schlechte Angewohnheiten angelacht. Die wohl schlimmste davon ist mein ständiges Bedürfnis mein Handy checken zu müssen. Oder meine Verkaufszahlen/-ränge auf Amazon nachzugucken oder Instagram zu checken oder oder oder. Alles, bloß nicht zu schreiben.


Mittlerweile schaffe ich es nicht mal, länger als 10-15 Minuten am Stück "zu arbeiten", ohne diesem schrecklichen Drang widerstehen zu können. Und es bringt mich kein Stück weiter. Ich glaube sogar, dass es meine Arbeitsqualität verschlechtert hat, weil ich mich einfach nicht mehr wirklich darauf konzentrieren kann.


Deswegen möchte ich ganz bewusst einige der Deep Work Ideen/Regeln nutzen, um mich wieder länger am Stück (mind. 30 Minuten, besser wären 60) auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Und mir andererseits aber auch Pausen gönnen, um mal auf andere Gedanken zu kommen und Zeit für mich zu nehmen.


Morgen- und Abendroutine

Meine "Routine" hat in der letzten Zeit darin bestanden, irgendwann aufzustehen, mich sofort an den Schreibtisch zu setzen und "zu arbeiten", was meistens mehr sinnloses Googlen und Scrollen auf Social Media war. Und so ging es dann den ganzen Tag, bis ich abends sogar den Laptop mit ins Bett genommen habe, um zwischen zwei Folgen irgendeiner Serie "noch ein bisschen" zu schreiben.


Dinge wie Aufräumen, Zähneputzen oder Abschalten habe ich dabei irgendwie vergessen oder vernachlässigt, was mich überhaupt in dieses Chaos gebracht hat, aus dem ich mich seit ein paar Wochen wieder rauskämpfen will.


Neben der Implementierung von Deep Work möchte ich auch einige einfache Routinen festlegen, um mir dabei zu helfen, diese alltäglichen Dinge nicht zu vergessen, und mir einen fest definierten Start- und Endpunkt für meine Arbeit zu geben. Der hat mir einfach gefehlt.


Monthly, Weekly und Daily Log

Auch das sind relativ traditionelle Bestandteile eines Bullet Journals, die aber stark von Anwender zu Anwender variieren.

Für meinen Monthly Log (siehe oberes Bild) verwende ich eine Seite mit je einer Zeile pro Tag. So kann ich Termine oder Deadlines schon im Voraus eintragen, fast so wie bei meinem Future Log.

Außerdem habe ich vor, die Seitenzahlen meiner Tagebucheinträge dort einzufügen, damit ich sie so schneller finden kann.



Bevor ich in dieses Notizbuch umgezogen bin, habe ich eine neue Form der Weekly/Daily Logs ausprobiert und mich nun dazu entschieden, beides miteinander zu verknüpfen.

Dazu nehme ich mir zwei Doppelseiten zur Hand und teile die einzelnen Seiten jeweils vertikal, um alle Wochentage und eine Spalte für To-Dos oder andere wichtige Notizen unterzubringen.

Zuvor hatte ich pro Tag (wenn überhaupt) eine ganze Seite verwendet und mit To-Dos nur so vollgestopft. So ist es etwas kompakter und bringt mich auch dazu, wirklich jeden Tag in mein BuJo zu schauen, weil die einzelnen Tage schon vorbereitet sind.


Um es noch übersichtlicher zu gestalten, habe ich die einzelnen Spalten noch einmal in drei Blöcke unterteilt:

  • Im obersten notiere ich mir wichtige Termine oder Aufgaben mit absoluter Priorität.

  • Im mittleren Block trage ich meine wichtigsten Aufgaben ein oder das, woran ich an diesem Tag gerne arbeiten möchte (z.B. Pinterest-Content oder neue Blogposts).

  • Und der untere Block dient für Notizen, Erfolgserlebnisse und als Tracker für produktive Stunden. Außerdem trage ich auch hier die Seitenzahlen für Tagebucheinträge zum jeweiligen Tag ein, falls ich denn einen geschrieben habe.

Tagebucheinträge und Brainstorming

Wie gesagt, nutze ich mein Bullet Journal nicht nur, um in aller Kürze meine Gedanken und Aufgaben zu notieren und mir dabei zu helfen, meinen (Arbeits/Autoren-)Alltag zu organisieren. Auch meine Tagebucheinträge und einige (allgemeine) Brainstorming Sessions landen in meinem Bullet Journal. Ich wollte das gerne an einem Platz haben, auch wenn das eigentlich der Methode widerspricht, die dazu dienen soll, alle Gedanken so schnell und einfach wie möglich aufs Papier zu bannen.


Aber, hey, ich bin nicht umsonst Romanautorin. Kurzfassen ist nicht immer meine Stärke und es ist mein Notizbuch, also kann ich machen, was ich will. Und mir helfen diese Einträge sehr, um herauszufinden, was mein eigentliches Problem ist, wenn ich mich mal nicht so gut fühle. Oder was ich wirklich in meinem Leben erreichen will.

Daraus ist auch das letzte Element in meinem BuJo entstanden, über das ich in einem kommenden Post noch mehr sprechen werde.


Mein Vision Board im Bullet Journal

Vision Board sind eine visuelle Hilfe, um sich besser (und so oft wie möglich) ins Gedächtnis zu rufen, wie man sich das eigene Leben wünscht. Warum man tut, was man tut. Was man damit erreichen will.


Ich hatte schon diverse Formen und Formate davon ausprobiert. Als großes Board an meiner Bürowand, als Desktop- oder Handyhintergrund. Und jetzt eben am Anfang meines Bullet Journals, weil ich es so überall mitnehmen kann und tatsächlich jedes Mal beim Aufschlagen des Notizbuchs daran erinnert werde, was ich in meinem Leben erreichen möchte. Und weil mir so ein Notizbuch nur ein paar Monate reicht (meistens 2-3), kann ich im nächsten ein neues erstellen. Denn meine Vision ändert sich auch (in manchen Bereichen) häufiger und ich will nicht an etwas festhalten müssen, das ich innerlich vielleicht gar nicht mehr will.


Dazu werde ich demnächst aber noch ein Video und Blogpost erstellen, weil das ein weiterer wichtiger Schritt auf meiner Getting my shit together Reise ist.


Und was ist mit deinen Buchprojekten?

Die einzige buchbezogene Übersicht habe ich euch ja schon gezeigt. Es wird sicher einige Sammlungen für die einzelnen Bücher geben, wobei ich da am Überlegen bin, ob ich sie nicht in gesonderte Notizbücher packe. Solche Roman Bullet Journals habe ich für Die Dunkelheit deiner Seele (plus dessen Nachfolger) und für mein aktuell pausiertes Projekt ST erstellt. In letzteres könnt ihr in diesem Blogpost einen Blick auf die Aufbau werfen.


Da manche Buchprojekte, vor allem natürlich die Serien, über einen längeren Zeitraum entstehen (teils über mehrere Jahre), müsste ich sonst immer alles aus meinem "alten" Bullet Journal ins nächste übertragen. Mit einem eigenständigen Romannotizbuch ist das nicht der Fall und ich habe gleich alles Wichtige an einem Ort. Klar sind das dann mehrere Notizbücher, aber weil ich sowieso nur an zwei Projekten gleichzeitig arbeite, hält sich das noch in Grenzen.



Nutzt ihr auch Bullet Journals, um euren Alltag zu organisieren? Welche Spreads oder Sammlungen könnt ihr empfehlen?

Schreibt mir gerne oder teilt eure Notizbücher unter dem # AutorenBuJo!




Über Kate Stark

Schreibt Bücher und macht YouTube-Videos über ihr Autorenleben.
Liebt Social Media, Fantasy, Notizbücher und Schokolade.