Ein Update ...
- Kate S. Stark

- vor 11 Stunden
- 10 Min. Lesezeit
Hello :)
Eigentlich hatte ich ein Video geplant, um ein Update zu geben, nachdem es lange auf YouTube und hier noch länger still gewesen ist. Ich hatte es sogar schon gefilmt und geschnitten, mich dann aber dagegen entschieden.
Es war (und ist) für mich noch zu emotional, aber ich habe trotzdem das Gefühl, dass ich eine Erklärung schuldig bin, v.a. weil es schon länger keine (Buch-)Veröffentlichungen mehr gab und ich die 75 Soft Challenge nicht fortgesetzt habe.
Die Gründe: finanzielle und psychische Probleme.
Etwas, das mir schon lange Probleme bereitet und ein immer schlimmerer Teufelskreis geworden ist. Durch meine angeknackste Psyche fällt mir die Arbeit seit einer ganzen Weile schwer. An manchen Tagen kann ich mich kaum dazu aufraffen und muss mich extrem zwingen. An anderen läuft es dagegen super.
Das hat natürlich Auswirkungen auf die Produktivität und auf lange Sicht auch auf meine Finanzen.
Was nur noch mehr Druck aufbaut.
Ich denke, mehr muss ich dazu nicht sagen. Damit bin ich in der heutigen Zeit lange schon kein Einzelfall mehr und es soll hier kein negativer Jammer-Post werden, sondern ein informierendes, leicht hoffnungsvolles Update.
Denn ...
Ich habe mir für beides Hilfe geholt.
Das ist etwas, das mir verdammt schwer gefallen ist und wo ich manchmal immer noch denke, dass es mir nicht zusteht, weil ich mir das mit den psychischen Problemen sicher nur einbilde und einfach nur "faul" bin, und weil es andere finanziell bestimmt noch schwerer haben.
Aber fest steht auch: So geht es nicht mehr weiter.
Ich will aus diesem tiefen, dunklen Loch raus, in das ich in den letzten Jahren immer weiter hinab gefallen bin, ohne dass ich es so wirklich realisiert habe.
Besonders Hoffnung macht mir mein Termin beim Psychologen, leider erst Ende Juni, aber jetzt habe ich wenigstens einen, noch dazu bei der absoluten Traumpraxis (mit Hundis 😍). Das schiebe ich, ehrlich gesagt, schon seit Jahren vor mir her. Sobald ich eine Absage bekommen habe, weil keine Kapazitäten frei sind, habe ich es wieder aufgeschoben, aber irgendwann geht das halt mal nicht mehr.
Und dieser Zeitpunkt ist jetzt.
Okay, jetzt wisst ihr zumindest grob, womit ich seit Monaten, wenn ich sogar schon seit Jahren zu kämpfen habe. Und das alles wirkt sich nicht nur auf mein Privatleben aus, sondern eben auch auf mein Schreiben und den Content auf YouTube & Co.
75 Soft Challenge ist abgebrochen
Wer mir auf YouTube folgt, hat sicher mitbekommen, dass ich diese Probleme mittels Challenges und "Lebensveränderungen" loswerden wollte. Oder es zumindest versucht habe - und das schon seit Längerem. Ist mir nur nie so richtig bewusst gewesen.
Ende Dezember letzten Jahres habe ich deswegen die 75 Soft Challenge mit großen Hoffnungen und Zielen begonnen, mir noch einen Haufen zusätzlicher Regeln aufgebürdet und täglich meinen Alltag in kurzen Vlogs gepostet.
Schon nach zwei Wochen waren die Vlogs absolute Qual für mich. Auch wenn es in den Videos vielleicht nicht so ausgesehen hat: Es war immer dasselbe und sooo verdammt langweilig.
Irgendwann habe ich nur noch sporadisch Clips am Tag gefilmt, sodass es nur noch schwerer und schwerer geworden ist, diese kurzen Vlogs zu posten. Bis irgendwann gar nichts mehr ging.
Überhaupt nichts mehr.
Weder die Challenge, noch sonstiger Content. Ich konnte es einfach nicht. Ich konnte mich nicht dazu aufraffen, ein Video zu posten und den Abbruch der Challenge erklären.
Weil ich dann schon wieder etwas groß angekündigt und nach ein paar Wochen versagt hätte. Wie schon so oft in den letzten Jahren.
Ich wollte niemanden enttäuschen, aber genau das habe ich durchs Nichtstun ja auch irgendwie gemacht, oder?
Es hat lange gedauert, bis ich mich zu dem Video durchgerungen habe, das ich ursprünglich als Erklärung für meine Abwesenheit posten wollte. Und anderen Content zu filmen, ohne über den Abbruch zu sprechen, kam mir irgendwie nicht richtig vor.
Wahrscheinlich macht es kaum einen Unterschied für euch. Vielleicht ist es euch sogar egal oder ihr habt es nicht gemerkt (was völlig okay ist btw). Aber in meinem Kopf ist das 'ne große Sache, die ich mit diesem Blogpost jetzt aus dem Weg räumen will.
Ich habe daraus endgültig gelernt, dass Challenges für mich und mein chaotisches Hirn nichts sind. Und dass ich erstmal keine Versprechungen mehr machen werde, für egal was. Seien es nun Videos, Bücher oder was auch immer.
Mein Leben ist gerade wirklich schwierig. Manchmal geht's mir so gut, dass ich zehn Videos filmen könnte oder mit Leichtigkeit 10.000 Wörter schreibe, und manchmal mag ich am liebsten gar nicht aus dem Bett raus. Gerade kann ich einfach nicht einschätzen, wie ich am nächsten Tag oder schon der nächsten Stunde drauf bin.
Ich denke, mit der Diagnose demnächst bekomme ich das wieder etwas in den Griff und hoffe auch, dass ich eine Reha dafür machen kann. Wenn ich dann wirklich weiß, was in meinem Kopf anders läuft und warum, kann ich damit abreiten und nicht länger dagegen.
Bis dahin werde ich zwar versuchen, online aktiver zu sein, aber ich kann eben auch nichts versprechen.
Schreibupdate
Natürlich muss ich euch auch von meinem Geschreibsel in den letzten Wochen erzählen. Da konnte ich endlich ein paar (persönliche) Erfolge erzielen und habe noch etwas über mich und meine Arbeitsweise gelernt, das sehr viel für mich verändert.
Fangen wir mal mit zwei erfreulichen Nachrichten an ...
Ich habe etwas beim Knaur-Wettbewerb eingereicht
Falls ihr es nicht mitbekommen habt. Von Dezember bis Mitte Februar hatte Droemer Knaur einen Wettbewerb laufen, bei dem man Romance- und/oder Romantasy-Projekte einreichen konnte.
Am liebsten hätte ich ja wirklich vier Projekte dort eingeschickt. Am Ende ist es nur ein einziges geworden und gar nicht mal eines von denen, die ich dafür vorbereitet hatte.
Ich habe an einem sehr, sehr alten Projekt gearbeitet und endlich die zündende Idee gehabt, um es auf den Weg zu bringen.
Projekt ST befindet sich unter den knapp 1940 Einsendungen für den Wettbewerb.
Ursprünglich war es als Trilogie geplant (deswegen das T im Kürzel), aber für den Wettbewerb konnte man nur Dilogien oder Standalones einreichen, also maximal zwei statt drei Bände. Ich musste also einiges kürzen (alle POV-Charaktere bis auf die Prota) - und genau das war spielentscheidend.
Seit Jahren versuche ich, meine Ideen für dieses Projekt irgendwie umzusetzen und mit dem Schreiben anzufangen. Erst als ich alles weggeschnitten hatte, bis nur noch die Prota übrig geblieben ist, hat es klick gemacht und dann gab es kein Halten mehr.
Die Leseprobe mit knapp 120 Normseiten habe ich in weniger als 10 Tagen geschrieben und überarbeitet. Auf einmal lief es wie am Schnürchen.
Ich weiß, eigentlich hatte ich mir vorgenommen, in den nächsten 1-2 Jahren keine neuen Projekte zu starten. Aber erstens ist es technisch gesehen ja kein neues, neues Projekt 😅und zweitens wollte ich diese Chance nicht ungenutzt an mir vorbeiziehen lassen. Und wenn es mal so gut beim Schreiben läuft, muss man es einfach tun, v.a. wenn man seit Monaten Schwierigkeiten hat, in den Fluss zu kommen.
Gerade habe ich die Arbeit an Projekt ST etwas pausiert, weil ich mich erstmal um den ganzen finanziellen und psychologischen Krams kümmern musste. Sobald ich das in den nächsten Tagen abgeschlossen habe, würde ich aber gerne zu Caelina und Valero zurück ...
Für den Wettbewerb rechne ich mir bei so vielen Einsendungen keine großen Chancen aus, aber ich wollte es einfach mal probieren. Ich halte euch auf dem Laufenden :)
Pseudonym-Schreibblockade gebrochen
Das Pseudonym hat mich seit November schwer beschäftigt. Ich bin mit meinem nächsten Roman dafür einfach nicht vorwärts gekommen. Für diese knapp 60.000 Wörter habe ich so unendlich lange gebraucht, und die letzten 20-30k dann innerhalb weniger Tage geschrieben.
Seit letzten Montag ist meine Schreibblockade diesbezüglich gebrochen und das Buch beendet. Ab nächster Woche werde ich es überarbeiten und dann wahrscheinlich im April veröffentlichen.
Klingt jetzt wie nichts Besonderes, aber das hat mich innerlich schon total fertig gemacht, weil ich es einfach nicht geschafft habe, dieses Buch zu beenden. Und das, wo ich doch die ersten Bücher fürs Pseudonym teils in unter einer Woche geschrieben habe (to be fair: es waren jeweils nur 25-30k, aber trotzdem 'ne krasse Leistung).
Mittlerweile weiß ich auch, warum es mir so schwer gefallen ist, dieses Buch (oder auch andere Schreibprojekte von mir) fortzusetzen ...
Erkenntnis: Ich kann nicht mehr am Schreibtisch schreiben.
Jetzt habe ich schon zwei Schreibtische (einen für analoges Schreiben wie z.B. Brainstorming oder Tagebuch und einen digitalen Schreibtisch, wo ich eigentlich meine Bücher schreiben sollte) und bekomme es doch nicht so wirklich hin.
Jedes Mal, wenn ich an meinem digitalen Schreibtisch sitze und eigentlich schreiben sollte, fällt es mir ungemein schwer. Ich tue alles, nur nicht im Worddokument tippen.
War das immer schon so?
Je mehr ich darüber nachgedacht habe, umso mehr ist es mir bewusst geworden: Wirklich gute Schreibsessions hatte ich selten, wenn ich am Schreibtisch gesessen bin.
Wirklich gute Schreibsessions hatte ich mit dem Laptop auf dem Schoß im Bett, oder auf dem Sessel oder draußen auf der Liege.
Und zwar nicht nur in den letzten Monaten. Das trifft auf meine gesamte Schreibkarriere zu.
Witch's World 1 habe ich an einem Tag geschrieben. Mittels Diktat. Im Bett. (Während ich die Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle geschaut habe.)
Die ersten paar Pseudonym-Bücher habe ich innerhalb weniger Tage geschrieben. Draußen auf der Liege. Oder im Bett.
Die Leseprobe von Projekt ST für den Knaur-Wettbewerb habe ich zu 80% im Bett geschrieben.
Warum zwinge ich mich dann noch, am Schreibtisch meine Rohfassungen zu schreiben?
Weil mein Gehirn Bett, Sofa, etc. noch immer mit Faulenzen in Verbindung bringt und den Schreibtisch mit Produktivität.
Obwohl das genaue Gegenteil der Fall ist. Und zwar sehr, sehr offensichtlich.
Also habe ich jetzt beschlossen, mich nicht mehr zum Schreiben am Schreibtisch zu zwingen und es mir stattdessen einfach gemütlich zu machen.
Und genau das hat den Knoten bei dem letzten Pseudonym-Buch zum Platzen gebracht. Seit ich mir erlaube, vom Bett aus zu schreiben - und auch mal längere Pausen unterm Tag zu machen - lief es erstaunlich gut.
Als ich die Rohfassung beendet habe, habe ich am letzten Tag über 10.000 Wörter geschrieben in einem Zeitraum von 9-18 Uhr mit Gaming-Pause, mit langer Mittagspause, mit Zeit zum Duschen. Ohne danach mental komplett fertig zu sein.
Andere Autoren mögen am Schreibtisch sehr produktiv sein, ich verziehe mich ab sofort lieber aufs Bett oder meinen Sessel.
(Anmerkung: Meine Schreibtische nutze ich natürlich trotzdem noch. Diese Erkenntnis bezieht sich v.a. aufs Schreiben der Rohfassung. Überarbeiten, Formatieren, etc. mache ich immer noch am liebsten am digitalen Schreibtisch und Brainstorming am analogen oder draußen im Garten.)
Was ist mit Witch's World und Deine Seele?
Da habe ich bisher nicht mehr weiter daran gearbeitet, habe es aber fest vor.
Ich glaube, bei Witch's World 8 bin ich eben auch deswegen am Anfang der Rohfassung stecken geblieben. Weil ich es unbedingt am Schreibtisch schreiben wollte, wie andere professionelle Autoren eben auch.
Für beide Serien ist außerdem sehr viel Brainstorming nötig, vor allem für Deine Seele, und da war ich in den letzten Monaten mental einfach nicht ready für.
Jetzt, nachdem ich mir Hilfe geholt habe, und endlich einen Lichtblick sehe, kann ich mich den beiden Serien hoffentlich wieder mit mehr Kraft widmen. Ich vermisse Isa und Co. ganz schrecklich und habe noch so viele tolle Ideen für das Deine Seele Universum.
Hoffentlich habe ich in Bezug auf diese beiden Projekte bald auch wieder gute Neuigkeiten für euch.
Und was ist mit YouTube/Social Media?
Auch hier will ich keine voreiligen Versprechungen machen. Jetzt, da ich dieses ganze Thema sowohl privat als auch in Form dieses Updates aus dem Weg geräumt habe, hoffe ich aber, dass ich wieder etwas aktiver sein kann.
Aber nicht mehr mit super recherchierten und vorbereiteten How-to-Videos.
Das bekomme ich gerade einfach nicht mehr hin und es hat auch nie so 100% Spaß gemacht, weil ich mich dabei oft verstellt habe. Ich habe mich peinlich genau an mein Wort-für-Wort-Skript gehalten, weil mir sonst wieder vorgehalten wird, nicht zum Punkt zu kommen, zu schnell zu reden, etc.
Mittlerweile ist mir das egal. Ich habe YouTube nicht mit dem Ziel gestartet, davon leben zu können und das Vollzeit zu machen. Ich muss es damit nicht jedem recht machen.
Ich bin Autorin. Keine reine Content-Creatorin / Unternehmerin (obwohl das leider immer mehr dazu gehhört ...).
Für mich war YouTube anfänglich ein Weg, um übers Schreiben und meine Projekte sprechen zu können, weil ich sonst niemanden in meinem Umfeld hatte, der sich dafür interessiert hat. Also musstet ihr als Zuschauer eben herhalten.
Als ich den Kanal vor ein paar Jahren dann monetarisiert habe (also auch durch Werbeanzeigen etc. Einnahmen erhalten habe), hatte ich plötzlich das Gefühl, dass ich jetzt erst recht einen auf professionelle YouTuberin machen muss.
Gut angefühlt und Spaß gemacht hat es aber selten.
Deswegen werde ich jetzt einfach reden, wie mir der Schnabel gewachsen ist.
In Vlogs, in denen ich euch durch einen Arbeitstag in meinem Autorenleben mitnehme.
Oder in eher "podcastigen" Videos, wo ich Schreibupdates gebe oder eure Fragen beantworte.
Ich möchte auch gerne mehr über die Bücher sprechen, die ich gelesen habe.
Und einfach wieder direkter und authentischer mit euch in Kontakt treten, sicher auch über das ein oder andere Short bzw. TikTok-Video.
Ganz ohne Skript - oder nur mit ein paar losen Stichpunkten.
So habe ich das z.B. bei diesem Video gemacht und nur meine Zettel zu Hilfe genommen und dabei hatte ich wirklich Spaß:
Das wird sicher nicht jedem gefallen, aber ich kann und mag mich einfach nicht mehr verstellen, um dem "großen Geld" hinterherzujagen, wie es einen manche Gurus Glauben machen wollen. Funktioniert für mich einfach nicht.
Der Kanal ist dazu gedacht, um mit euch übers Schreiben zu quatschen und euch von meinen Büchern zu erzählen. Wenn dabei ab und an ein paar Werbeeinnahmen abfallen, ist das für all die Mühen und den Aufwand natürlich schön, aber das ist nicht der Grund, wieso ich damit angefangen habe.
Mir einzugestehen, dass es nicht mehr weitergehen kann wie bisher und dass ich Hilfe brauche, war der erste Schritt, um wieder zu YouTube und Social Media zurückkehren zu können, ohne dass gleich wieder so enormer Druck da ist.
Dieser Post war der zweite. Mal gucken, wie es danach weitergeht :)
Ich glaube, das war alles ...
Die nächsten Wochen sind noch etwas schwammig von der Planung her, weil ich eben noch mitten in der Krise stecke. Aber es ist nicht mehr ganz so aussichtslos, wie es mir noch am Jahresanfang vorgekommen ist.
Hilfe ist unterwegs, auch wenn es noch etwas dauert, bis ich meine Termine habe. Ihr könnt euch nicht vorstellen, welche Erleichterung das für mich ist. So gut und hoffnungsvoll habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt.
Ich hoffe, es geht euch gut. Falls nicht, fragt um Hilfe. Ich weiß, dass das verdammt schwer ist und man sich so oft einredet, alles wäre nur Einbildung, Faulheit etc. Ging mir ja auch jahrelang so.
Und wenn ihr niemanden habt, dem ihr euch anvertrauen könnt oder wollt: Sprecht mit der KI eures Vertrauens.
So sehr mir KI auch für meinen Job, die Buch-/Künstlerbranche und unsere allgemeine Sicherheit Sorge bereitet, war sie in dieser Hinsicht in den letzten Wochen mein Lebensretter und Unterstützer. KI hat mir bei der Recherche für einen Platz beim Psychologen geholfen, und am Ende sogar von sich aus eine Lösung für meine finanziellen Sorgen vorgeschlagen, von der ich gar nicht mal wusste, dass ich sie in Anspruch nehmen darf.
Hat alles seine zwei Seiten ...
Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche und wir sehen uns bald wieder!
eure kate





Kommentare