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  • AutorenbildKate S. Stark

Top 6 Features von Obsidian für mein Autoren Second Brain


Mittlerweile ist es kein Geheimnis mehr, wie sehr ich Obsidian als Programm zum Organisieren meines Schreibens, Wissens und Lebens schätze. Es ist aus meinem Alltag gar nicht mehr wegzudenken.


Nachdem ich euch schon das Prinzip und diverse Methoden hinter meinem Autoren Second Brain vorgestellt habe, möchte ich heute sechs Funktionen von Obsidian besprechen und wie ich sie fürs Schreiben, Sammeln von Wissen und Organisieren meines Lebens nutze.



Und wir beginnen gleich mit einer meiner liebsten ...



Obsidian-Feature 1: Canvas-Funktion - Mindmaps und so viel mehr

Diese Funktion ist noch relativ neu, bringt aber so viele Nutzungsmöglichkeiten mit sich, dass ich sie nun fast täglich selbst im Gebrauch habe. Kurz erklärt kann man mit der Canvas-Funktion Mindmaps erstellen und dazu einerseits bereits bestehende Notizen und Medien einbinden, oder auch neue Notizkarten erstellen (die nicht zwingend richtige Obsidian-Notizdateien sein müssen). Mit Pfeilen kann man sie dann verbinden, sie beliebig verschieben und ihnen auch Farben zuweisen.


Ich nutze sie zwar auch, um Mindmaps zu erstellen (z.B. für zukünftige Blogposts oder Buchreihen samt Spin-Offs), vor allem aber für Stammbäume und/oder Figurenkonstellationen. Dann brauche ich kein externes Programm dafür oder muss mir irgendwie eine Zeichnung dafür zusammenschustern. Und eine solche Canvas-Datei ist beliebig erweiterbar, sollte die Familie Zuwachs bekommen oder man frühere Generationen einfügen wollen.

Man kann die Funktion aber auch für visuelle Maps of Content, also Übersichtsseiten, nutzen und so zeigen, wie manche Notizen miteinander verbunden sind, oder ganze Plotboards erstellen. Das wollte ich schon lange ausprobieren und es war wirklich hilfreich, als ich damit begonnen habe Witch's World 5 aufzudröseln und zu erweitern. Dazu wird es demnächst ein eigenständiges Video geben.


Obsidian-Feature 2: Verlinkungen

Von allen Funktionen des Programms sind die Verlinkungen wohl die wichtigsten für mich. Durch sie erstelle ich Maps of Content (also Übersichtsseiten zu Themen oder Büchern) und kann so sehr schnell zwischen einzelnen Notiz-Dateien navigieren.

In der ersten Zeile einer Notiz verlinke ich in der Regel zwei bis drei weitere, die damit in Verbindung stehen. Bei einem Charaktersteckbrief beispielsweise die Übersicht über alle Charaktere eines Buchs oder (falls vorhanden) der Stammbaum, und bei Wissensnotizen zu verwandten Themen oder Überbegriffen.

Um es mir zu erleichtern, habe ich ein personalisiertes Tastenkürzel für interne Links erstellt (STRG+Y).


Es ist außerdem möglich, externe Links einzufügen, was z.B. bei Quellenangaben hilfreich ist oder wenn man eine Website hat, auf die man häufiger zurückgreift. Dann ist so ein Klick schneller, als erst den Browser zu öffnen und die URL einzutippen. Das geht entweder, indem man die URL direkt per Copy-and-Paste einfügt oder via STRG+K.


Eine letzte Sache, die ich persönlich auch extrem hilfreich finde: Man kann auch externe Dateien (z.B. Worddokumente) in Obsidian verlinken und dann mit einem Klick auf den Link öffnen. Dazu müssen sie sich aber entweder selbst im Datei-Ordner eures Obsidians-Vaults liegen (in dem auch Fotos und sonstige Medien landen) oder eine Verknüpfung zu dieser Datei muss sich im Datei-Ordner befinden, falls ihr euer Worddokument irgendwo anders abspeichert.

Bei der Verlinkung behandelt man sie dann wie ein Foto und stellt dem Dateinamen ein ! voraus.

Ich habe z.B. meine aktuelle Manuskriptversion verlinkt und brauche bloß darauf zu klicken, anstatt sie im x-ten Unterordner zu suchen.


Obsidian-Feature 3: Standard-Tastenkürzel und personalisierte Tastenkürzel

Tastenkürzel sind so viel effizienter als mit der Maus diverse Klicks durchzuführen, denn meistens hat man die Hände eh erst an der Tastaur, bevor man zur Maus übergeht.


Natürlich unterstützt Obsidian Standard-Tastenkürzel wie STRG+C, STRG+X, STRG+V etc., hat aber auch ein paar eigene, die man kennen sollte.

Mit STRG+T öffnet man einen neuen Tab, mit STRG+N eine neue Notiz (wobei das übrigens auch bei Word und den meisten anderen Programmen funktioniert) und mit STRG+O den "Quick-Switcher", mit dem man schnell zwischen einzelnen Notizdateien springen kann. Oder im Zweifelsfall STRG+P, was das Panel für sämtliche Befehle öffnet, die Obsidian ausführen kann.


Außerdem kann man auch eigene Tastenkürzel festlegen (vorausgesetzt sie sind noch nicht besetzt). Ich habe aktuell zwei, die bei mir tagtäglich zur Anwendung kommen. Einmal ALT+T, was die Templates-Übersicht öffnet, sodass ich diese sofort einfügen kann. Und STRG+Y, um schneller Links zu erstellen. Zweimal die eckige Klammer zu drücken, ist mir einfach zu umständlich ...


Falls ihr noch nicht viel mit Tastenkürzel arbeitet, kann ich es euch wärmstens empfehlen, damit anzufangen. Es geht wirklich schneller und wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, macht man es fast schon automatisch.


Obsidian-Feature 4: Eingebettete Notizen

Diese Funktion nutze ich noch nicht so lange, habe aber neulich erkannt, wie hilfreich solche eingebetteten Notizen sind. Obsidian erlaubt es nämlich, Notizen in eine andere Notiz einzufügen. Klingt etwas merkwürdig, aber stellt es euch so vor, dass die eingefügte Notiz wie ein Foto ist, das man in die aktuell geöffnete einfügt.


Warum ist das so hilfreich?


Zugegeben, ich dachte bisher auch, dass ich das nicht brauchen würde, aber bei Charakter-Beziehungen ist das super hilfreich. Bis ich die Funktion entdeckt habe, habe ich nämlich in einem Steckbrief die Beziehung zweier Charaktere skizziert und dann in den zweiten Steckbrief rüberkopiert. Das Problem war bloß, dass ich das immer wieder neu machen musste, wann immer ich etwas hinzugefügt oder abgeändert habe, sprich es war doppelte Arbeit.

Indem ich die Charakter-Beziehungen (z.B. zwischen Isa und Graham aus Witch's World) jetzt aber auf eine eigene Notiz auslagere, kann ich diese dann sowohl in Isas als auch Grahams Steckbrief einbetten. Das ist, meiner Meinung nach, besser als eine Verlinkung dazwischen, weil ich so direkt den Text aus dieser Charakter-Beziehungs-Notiz angezeigt bekomme. Und wenn ich etwas ändern will, mache ich es in der Charakter-Beziehungs-Notiz, was sich automatisch auch in Isas und Grahams Steckbriefen anpassen würde.

Ich sag euch, als ich das entdeckt habe, habe ich mal kurz gefeiert.


Bisher nutze ich es nur dafür, aber vielleicht finde ich zukünftig noch weitere Anwendungsgebiete dafür.


Obsidian-Feature 5: Templates

Dass Templates bzw. Vorlagen in Obsidian sehr hilfreich sind, habe ich ja schon in diesem Blogpost angesprochen. So spart man es sich, dieselben Dinge ständig neu tippen zu müssen.

Wann immer ich merke, dass ich einen Textbaustein häufiger tippe, zuletzt z.B. die Informationen, die ich gerne eine Kapitel-Outline voranstelle (Auflistung von Zeit, Ort, Charakteren und dem Zweck des Kapitels), erstelle ich ein neues Template dafür.


Mittlerweile habe ich für viele Worldbuilding-Elemente Steckbriefe angelegt, auch über Charaktere und Handlungsorte hinaus (zum Beispiel auch für Objekte oder Gruppen/Organisationen). Für Charaktere und Orte habe ich sogar eine Kurzversion, falls die Figuren oder Handlungsorte nur kurz erwähnt werden. Da brauche ich dann keinen ellenlangen, detailreichen Steckbrief dafür.


Auch für To-Do-Listen bzw. die einzelnen Wochentage habe ich Templates, sodass ich wiederkehrende Aufgaben nicht immer wieder neu eintippen muss. So ein Template ist schnell erstellt und spart nach hinten raus super viel Zeit, vorausgesetzt man hält es aktuell und löscht die Dinge, die man nicht mehr braucht, oder fügt die hinzu, an die man bei der Erstellung noch nicht gedacht hat.


Obsidian-Feature 6: Graph-Funktion

Eines der schlagenden Argumente, warum ich damals von OneNote zu Obsidian umgesiedelt bin, war die Graph-Anzeige, die euch all eure Notizen auf einem Blick zeigt und wie sie miteinander verknüpft sind. Eine Art mega Mind


So sieht das aktuell bei mir aus:



Dadurch kann man unterschiedlichen Gedankengängen folgen oder sehen, welche Notizen noch vollkommen unverknüpft sind, oder wo es sich vielleicht lohnt, ein oder zwei zusätzliche Übersichten zu erstellen, wenn extrem viele Dateien darauf verlinken.

Ich nutze auch gerne den Lokalen Graph einer Datei, um mir anzeigen zu lassen, welche anderen Notizen mit der aktuell geöffneten verbunden sind.

Aber am aller meisten nutze ich die Funktion, um einfach zu bewundern, wie viele Notizen ich schon erstellt habe und wie diese alle nach und nach zusammenwachsen und zu einem riesigen Gewebe werden. Das ist praktisch das Neuronale Netzwerk eures Second Brains und ich finde, es sieht verdammt cool aus.


Ich kann mir ein Leben und Arbeiten ohne Obsidian wirklich nicht mehr vorstellen, weil ich auf diese Funktionen einfach nicht verzichten will. Obsidian ist für mich wirklich zu dem einen Programm geworden, in dem ich denken, planen und organisieren kann, was mir wichtig ist. Ein Wunsch, den ich schon lange hatte, aber nie gedacht hätte, dass eine solche One-Stop-Solution wirklich gibt.


Es ist also ein wahrgewordener Traum für mich als Notizorganisations-Freak.



1 Kommentar

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1 Comment


Ann-Marie Rottler
Ann-Marie Rottler
Aug 23, 2023

Vielen Dank für den tollen Beitrag! Aktuelle besteht mein Mindmap zwar nur aus etwa 30 Punkten, weil ich die meiste Information, Plotideen und Ähnliches immer noch schnell schnell in irgendein GoogleDoc, Word, Notes und Co packe, nur um dann Wochen später stundenlang alles absuchen zu müssen, um etwas Bestimmtes wiederzufinden. Vor allem Feature 4 hatte ich bisher nicht auf dem Schirm, dabei ist das meine Rettung in Sachen Hintergrundinformationen, die jedes Band meiner Trilogie betreffen.

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Über Kate Stark

Schreibt Bücher und macht YouTube-Videos über ihr Autorenleben.
Liebt Social Media, Fantasy, Notizbücher und Schokolade.

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