• Kate S. Stark

Mein neues Autorennotizbuch und ein paar Tipps für eure Bullet-Journal

Bald beginnt der Oktober und damit ein neues Quartal und ein neues Autorennotizbuch. Die Seiten in meinem alten Notizbuch reichen mir gerade noch so bis zum Ende des Monats, also musste schleunigst ein neues her.


Ich zeige euch ein paar der Spreads, die ich überhaupt noch benutze (viele sind es wirklich nicht) und räume mit ein paar Bullet-Journal-Mythen auf. Denn nein, es muss nicht mega hübsch und voller zeitaufwändiger, extrem detailreicher Zeichnungen sein. Und ja, jeder kann ein Bullet-Journal oder Autorennotizbuch führen.

Für visuelle Unterstützung oder für den Bullet-Journal-Vibe könnt ihr auch mein YouTube-Video dazu anschauen:



Minimalistisches Design

Gerade die Videos auf YouTube sind gefüllt mit total aufwändigen Designs für Bullet-Journals oder Planer. Mit Stickern, Zeichnungen, Fotos und so viel mehr Zeugs, das man eigentlich gar nicht braucht. Es ist zwar nice to have, aber beim Bullet-Journalig geht es ja hauptsächlich darum, sich seine Tage/Projekte einzuteilen und effizient daran zu arbeiten.

Mich persönlich lenken solche Zeichnungen und das Streben nach dem perfekten Bullet-Journal zu sehr ab. Früher habe ich mich zwar daran versucht, aber das hat nur zu Frustration geführt. Einerseits weil ich einfach keine gute Künstlerin bin, aber andererseits weil es einfach so unglaublich viel Zeit gekostet hat.

Titelseite meines Bullet-Journals

Also habe ich mich für dieses Bullet-Journal / Autorennotizbuch, das mir bis circa Dezember diesen Jahres reichen wird, für einen ziemlich minimalistischen Ansatz entschieden.

Ich verwende nur wenige Farben und einen einheitlichen Stil für meine Überschriften und Hervorhebungen.


Verwendete Materialien

  • Textmarker in Pastel-Lila

  • Gelstift in Schwarz

  • Gelstift in Silber

  • Kombimaler in Grau

  • Sticky-Notes-Pack mit Mond- und Sternmotiven

  • diverse Washi-Tapes

  • Notizbuch von Brunnen, dot-grid und Klebebindung

  • Sehr viel Kaffee ;)


Was ist ein Autorennotizbuch?

Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, nutze ich häufig den Begriff Autorennotizbuch. Denn genau das ist mein Bullet-Journal für mich. Es ist mehr ein Hybrid aus Tagebuch und BuJo, da ich oft seitenweise Einträge über Probleme, Ideen oder Erfolge hineinschreibe, anstatt mich auf den sehr knappen Daily-Log der Bullet-Journal-Methode zu beschränken.

Ich habe gerne alles an einem Ort. Meine To-Do-Listen, aber auch das, was mich beschäftigt. Auch das ist etwas, was ich über die Jahre hinweg gelernt habe, in denen ich mich mit der Bullet-Journal-Methode beschäftigt habe.

Ich brauche einfach Raum, um mir alles von der Seele zu schreiben, was mich im Moment beschäftigt. Und ich möchte in ein paar Jahren zu einem Notizbuch zurückkehren können, anstatt in mehreren nachschlagen zu müssen.

Gerade weil ich so viel in mein Autorennotizbuch schreibe, füllt sich das schneller als es bei der "normalen" Bullet-Journal-Methode der Fall ist. Deswegen brauche ich meist nach drei Monaten ein neues.


Mach das, was funktioniert

... nicht das, was andere sagen. Das habe ich über die letzten Jahre hinweg Stück für Stück umgesetzt und mich dabei einigen Trends oder gutgemeinten Ratschlägen widersetzt, weil für mich ein anderer Weg einfach der bessere gewesen ist.

Ich schaue zwar gerne anderen dabei zu, wie sie ihre Bullet-Journals aufsetzten (oder ihre Bücher schreiben), aber mittlerweile weiß ich selbst, was davon für mich funktioniert und was ich anders machen muss, um mein Notizbuch weiterhin am besten nutzen und meine Produktivität steigern zu können.

Deswegen rate ich auch euch, lieber auf euer Bauchgefühl zu hören, sei es nun wegen eines BuJo-Spreads, einem Schreibtipp oder sonst irgendetwas, und das zu tun, was euch funktioniert. Das weiß man nicht immer sofort, aber durch Ausprobieren findet ihr das ziemlich schnell heraus, da bin ich mir sicher.


Meine Lieblingsspreads

Nach Jahren des Bullet-Journalings habe ich so einige Spreads und Sammlungen durch. Nur wenige sind wirklich hängen geblieben und die meisten habe ich aussortieren müssen, weil sie mich nur aufgehalten haben oder ich sie kaum benutzt habe. Und jede Seite in meinen Notizbüchern ist kostbar.


Die Titelseite

Auf meiner Titelseite findet sich neben den Anfangsbuchstaben der Monate, in denen ich das Notizbuch nutzen werde, auch noch ein kleiner Mini-Kalender für Oktober, November, Dezember, damit ich nicht ständig in meinem Handy nachschauen muss, ob der 31. Oktober nun ein Montag oder doch ein Donnerstag ist. So kann ich außerdem die Tage abzählen, die mir für eine Deadline bleiben oder mir wichtige Events, wie die Veröffentlichung meines ersten Buchs markieren.


Der Index

Das ist das einzige "Spread", das ich von der originalen Bullet-Journaling-Methode übernommen habe. Normalerweise nutze ich ihn auch kaum, aber für später ist es sicher hilfreich, eine grobe Übersicht über die Aufteilung meines Notizbuchs zu haben.

Auf einen Key oder einen Future-Log verzichte ich allerdings, weil ich mittlerweile weiß, was meine Symbole bedeuten und in drei Monaten oft nicht viel für einen Future-Log zusammenkommt.


Meine Ziele

Für jeden Monat habe ich einige Ziele, die ich gerne erreichen möchte. Dafür lege ich mir jeweils eine Seite an, um sie aufzuschreiben und den Fortschritt zu verfolgen. Auch wichtige Ereignisse wie Geburtstage, Feste oder eben die Veröffentlichung meines Buchs trage ich hier ein.

Wenn ich meine Woche oder Monate plane, schaue ich oft auf meine Zielseiten zurück, um sicherzustellen, dass ich jeden Tag zumindest ein paar kleine Aufgaben erledige, um sie am Ende des Monats zu erreichen und wieder ein Stück näher an der Erfüllung meines Traums vom Autorenleben zu sein.


Übersicht über meine Schreibprojekte


Meine Projektübersicht

Vor ein paar Wochen habe ich euch schon mein Projekt-Board samt aktuellen Schreibprojekten vorgestellt. Den Blogpost könnt ihr hier nachlesen. Dasselbe System verfolgt auch meine Übersicht über die Schreibprojekte, an denen ich während der kommenden Monate arbeiten werde. So sehe ich auch, wie weit ich bei den jeweiligen Projekten bin, wenn ich gerade unterwegs bin und weder auf mein physisches Board noch aufs virtuelle zugreifen kann.

Für jede Schreibphase gibt es eine Spalte und sobald ich eine für ein bestimmtes Projekt abgeschlossen habe, kann ich den kleinen silbernen Punkt durchstreichen. Und das ist ein ziemlich gutes Gefühl!


Meine Vlog-Struktur

Da ihr auf YouTube gevotet habt, dass ich während Oktober und November täglich einen Vlog hochlade, habe ich mir extra eine Struktur überlegt, wie ich diese aufbauen kann, damit es spannend für euch ist. Auch auf dem Blog wird es während der beiden Monate täglich einen kurzen Post aus meinem Autorenleben geben.

Damit ich diese Struktur immer griffbereit habe, habe ich sie auf eine der ersten Seiten meines Notizbuchs geschrieben und finde sie so viel leichter. Besser als irgendwo einen losen Zettel herumliegen zu haben, oder nicht?


Wochenübersicht

Die zeige ich euch im Video noch nicht, weil ich die immer erst kurz vor Beginn der neuen Woche anlege und der September ja noch nicht ganz um ist. Außerdem nutze ich sie sowieso nicht immer und vergesse Mitte der Woche schon wieder, dass ich mir ja eigentlich einen Plan gemacht habe :)


Und das war's. Mehr Spreads und Sammlungen habe ich nicht. Sicher werde ich einige Projektbezogene hinzufügen, z.B. einen Worcount-Tracker für NaNoWriMo oder die Vlogs, aber ich finde alles andere fast unnötig, weil ich es meistens sowieso nie bis zum Ende ausgefüllt habe.


Wie gestaltet ihr eure Notizbücher? Habt ihr auch einen Hybrid aus Bullet-Journal und Tagebuch oder nutzt ihr dafür separate Notizbücher? Habt ihr Spreads oder Sammlungen speziell für Autoren?

Schreibt doch einen Kommentar oder teilt auf Instagram eure Notizbücher mit mir. Ich freu mich auf euch!


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Über Kate Stark

Schreibt Bücher und macht YouTube-Videos über ihr Autorenleben.
Liebt Social Media, Fantasy, Notizbücher und Schokolade.