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  • AutorenbildKate S. Stark

Wie ich ein Serienkonzept für GHH erstellt habe


Die Grey's Halfway House Serie war nicht die erste Buchreihe, die ich gestartet habe. Bei weitem nicht. Aber sie war die erste, bei der ich einen wirklich guten Plan hatte, was passieren und wie ich sie strukturieren und veröffentlichen würde.


Weil ich aus meinen früheren Versuchen, Buchreihen zu schreiben, gelernt habe. Und weil es inzwischen zumindest ein paar Ratgeber zu dem Thema gibt (aktuell leider nur auf Englisch, aber immerhin).


Und so bin ich bei der Erstellung des Serien-Konzepts vorgegangen.





Die erste Idee

Ich hatte schon lange den Wunsch, eine kitschige Paranormal Romance Serie zu schreiben. Oder Romance im Allgemeinen.

In meinen bisherigen Buchreihen sind die Liebesgeschichten meistens nur ein Subplot (außer vielleicht bei der Deine Seele Trilogie, aber auch hier steht Action mehr im Vordergrund), aber weil ich weiß, wie beliebt Liebesromane sind, wollte ich das einfach mal ausprobieren.


Ideen hatte ich viele. Von einer Adaption von Stolz und Vorurteil, in der alle Schwester magisch begabt sind und ihr eigenes Happy End bekommen, bis hin zu Vampirromanzen á la Bella Forrest.

Aber über nur eine Art von magischen Wesen zu schreiben, wäre mir auf Dauer zu langweilig geworden. Die Idee mit den fünf Geschwistern (wie bei den Bennets aus Stolz und Vorurteil) klang aber auch schlecht.


Und während ich eine meiner absoluten Lieblings-Kitsch-Serien auf Netflix geguckt habe (Good Witch, für alle, die es interessiert), kam mir die Idee, das mit einem alten Gasthaus zu verbinden.

Das Grey's Halfway House war geboren.



Genre und Struktur

Das Genre wusste ich mehr oder weniger von Anfang an: Paranormal Romance.

Bei der Struktur war ich mir aber nicht sicher. Bisher habe ich nur dynamische Serien geschrieben, die immer weiter fortlaufen und dabei aufeinander aufbauen wie Harry Potter oder Das Lied von Eis und Feuer.


Bei Romance ist das aber nur selten der Fall, und dann meistens als Trilogie oder Duett.


Deswegen habe ich mich am Ende für die Form der Standalone-Serie entschieden. Jedes Buch ist in sich abgeschlossen und beinhaltet ein anderes Pärchen, das sich verliebt und sein Happy End findet. Verbunden sind die einzelnen Bücher z.B. über das Setting und die Charaktere. Oder durch einen bücherübergreifenden Subplot.


Anmerkung: Über die verschiedenen Arten von Serien und deren Merkmale schreibe ich aktuell auch einen Blogpost. Da es da aber diverse Benennungen gibt, ist es schwierig die beste herauszusuchen.


Wie die Grey's Halfway House Bücher verbunden sind

Bei dieser Serie habe ich mich tatsächlich für alle drei Möglichkeiten entschieden.

  • Das Setting ist in jedem Buch gleich: Das Halfway House der Grey-Familie.

  • Es kommen immer die gleichen Charaktere vor: Die Greys und einige Familienfreunde.

  • Und es gibt zwei reihenübergreifenden Subplots:

    • Renovierung des Gasthauses

    • Wiedervereinigung der Grey-Familie

Die ersten beiden sind selbsterklärend, aber schauen wir uns nochmal die Subplots an, und warum ich sie gewählt habe.


Möglichst viel Konflikt

Auch wenn ich gerne Liebesromane lese, fehlt mir oft ein zusätzlicher Konflikt, der außerhalb der Liebesgeschichte steht, auch wenn er nur klein ist. Bei manchen Pärchen fällt es mir am Anfang des Buchs zudem schwer, mich in sie hineinzuversetzen, was oft dazu führt, dass ich nicht gerne weiterlese.


Um zu verhindern, dass das bei meiner Serie passiert, wollte ich unbedingt einige Konflikte einbauen, die neben den einzelnen Liebesgeschichten herlaufen und meine Leserinnen so hoffentlich zum Weiterlesen animieren, auch wenn sie mit einer der Heldinnen im ersten Moment vielleicht nicht so viel anfangen können.


Und ohne Konflikte wäre eine siebenbändige Serie doch auch irgendwie langweilig, oder?


Deswegen habe ich mir eine lange Liste mit Idee angelegt, die entweder komplett serienübergreifend geschehen könnten oder die zumindest im Hintergrund von ein oder zwei Büchern mitlaufen.


Wie ich oben schon gesagt habe, waren die beiden serienübergreifenden Konflikte einerseits die Renovierung des Gasthauses und andererseits die Zusammenführung der Grey-Familie. Und beide hatten dieselbe Ursache: einen Dämonenangriff drei Jahre vor dem ersten Buch (Gefährtin des Dämons), bei dem das Halfway House zerstört und die Familie auseinander gerissen wurde.

Eine der beiden Grey-Schwestern ist gestorben, die andere durch den Rift (eine Art magisches Portal) in eine andere Welt gefallen. Der Älteste wurde von einem Dämon besessen und muss im Keller eingesperrt werden. Und der Vater ist in seiner Verzweiflung ebenfalls durch das Portal gesprungen.

Und jeder gibt sich die Schuld daran, dass sie diesen Angriff nicht haben abwehren und die verlorenen Mitglieder der Familie haben retten können.


Das allein bietet ja schon einiges an Konflikt.


Aber jeder neue Gast, der in den einzelnen Büchern das Halfway House erreicht, bringt sein eigenes Problemchen mit.

Manche können relativ schnell gelöst werden wie bei Selena aus Band 1 (Gefährtin des Dämons), die als Sukkubus ihren Partnern sämtliche Lebensenergie aussaugt.

Andere ziehen sich etwas länger wie die Suche und Verurteilung von Celeste aus Band 2 (Schülerin des Vampirs), nachdem sie eine Horde wilder Vampire erschaffen und einen ganzen Trailerpark zerstört hat.


Je mehr Konflikte, umso spannender die Bücher. Vorausgesetzt, man schafft es auch, all diese Subplots wieder abzuschließen, bevor die Serie endet. Und das wird noch eine kleine Herausforderung für mich werden.



Wer sind meine Protagonisten?

Da ich ja zuvor schon festgelegt habe, dass ich fünf Geschwister haben werde, war klar, dass sie alle ein eigenes Buch bekommen werden. Aber da sich zwei von ihnen weit, weit weg vom Halfway House befinden (nämlich im Jenseits und einer anderen Welt), kann es ein bisschen dauern, bis die Familie wieder zusammengeführt ist und alle mit ihrem Happy End drankommen.


Am Anfang dachte ich noch, ich schreibe nur fünf Bücher, nämlich mit den ganzen Grey-Geschwistern. Je nach dem wie gut die Serie läuft, hätte ich sie dann bis ins Unendliche fortsetzen können. Ein Gasthaus hat schließlich ständig neue Gäste, die aufeinandertreffen und sich verlieben könnten.

Aber ich wollte auch einen fixen Endpunkt haben, sollte die Serie nicht so gut laufen. Und das wäre im Endeffekt das Happy End des letzten Geschwisterkinds gewesen. Oder zumindest die Wiedervereinigung der Familie.


Mittlerweile habe ich die Serie um zwei weitere Bücher erweitert, um etwas mehr Raum zu haben und die ganzen Subplots anzuschließen. Beide Protagonisten sind enge Verwandte der Greys, wobei ich noch nicht spoilern will, um wen es sich da handelt. Leserinnen der Serie können sich das aber vielleicht schon denken.


Aber wer von den fünf Grey-Geschwistern macht den Anfang?


Das ist eine ungemein wichtige Frage, schließlich entscheidet das erste Buch darüber, ob jemand weiterliest oder nicht.


(Achtung! Hier kommen gleich ein paar Spoiler zu Band 1, Gefährtin des Dämons!)



Ich habe mich für Ash Grey entschieden, der von einem Dämon besessen im Keller des Halfway House sitzt und sich danach sehnt, endlich wieder die Sonne auf seiner Haut zu spüren und das Gras zwischen seinen Zehen (er ist ein Werwolf und ziemlich naturverbunden). Durch ihn spürt man am besten, wie schlimm die Auswirkungen des Dämonenangriffs auf die Greys sind.


Indem ich Ash und Selena zusammenbringe, habe ich nicht nur Sels Hungerproblem gelöst, sondern auch das erste "verlorene" Familienmitglied zu den Greys zurückgebracht. Denn mit Selenas Sukkubus-Kräften gelingt es ihr, den Dämon in Ash zu zügeln.

So entsteht auch die Hoffnung unter den Greys, die Familie (oder das, was davon noch übrig ist) doch noch zusammenbringen zu können. Und das ist ja einer der Subplots, der sich durch die gesamte Reihe zieht.


Und da Sel in Band 1 ziemlich viel Zeit mit Earl verbringt, war klar, dass er der Protagonist von Band 2 (Schülerin des Vampirs) sein würde.





Klischees for the win!

Auch wenn Klischees in Büchern oft mit einem Augenrollen bedacht werden, finde ich sie zur ersten Orientierung nicht schlecht. Außerdem hilft es, wenn man die Bücher kurz und knackig zusammenfassen soll. Wenn man sagt, ein Buch ist enemies to lovers mit Vampiren, kann man sich da ziemlich schnell vorstellen, wohin die Reise geht, anstatt es in mehreren Sätzen erklären zu müssen. Und die Leser verstehen das mittlerweile auch, was sicher auch an der Verbreitung von BookTok und Bookstagram liegt.



Sehr empfehlen kann ich euch die Website TV-Tropes. Dort werden allerlei dieser Klischees/Tropes aufgelistet und erklärt. Und das nicht nur für Liebesromane, sondern für so gut wie alle Genres.


Tropes sind für mich immer ein guter Startpunkt, was das Brainstorming angeht. Und nachdem ich für jedes Buch neue Charaktere habe und nicht einem (oder mehreren) folge wie z.B. in der Witch's World Serie mit Isa und ihren Mitschülerinnen, war ich froh über jedes bisschen Inspiration.


Hier sind ein paar der Tropes, die ich mir für die Grey's Halfway House Bücher ausgesucht habe:


Um das Augenrollen der Leserinnen zu umgehen, habe ich versucht, die Tropes ein bisschen auf den Kopf zu stellen und neu/anders zu interpretieren.

Nehmen wir wieder Band 1 als Beispiel:

Sel und Ash sind beide sowohl Beauty als auch Beast. Sie sind beide vom Anblick des jeweils anderen überwältigt, aber tragen auch ein Monster in sich. Ash ist von seinem Dämon besessen, der Selena am liebsten umbringen will, um Ash zu quälen. Und Selena ist als Sukkubus für die meisten ihrer Partner tödlich.


Tadaa! Das ausgelutschte Trope ist plötzlich wieder spannend.


Flexibel bleiben

Während ich das Konzept erstellt und dann die ersten Bücher geschrieben habe, hatte ich so einige Ideen für den weiteren Verlauf der Handlung. Dass ich sie um zwei weitere Bücher erweitern würde, hatte ich anfänglich nicht bedacht, aber es macht Sinn, um einige Subplots aufzulösen und den Greys Zeit zu geben, ihre Familie zusammenzubringen. Würde das alles Schlag auf Schlag gehen, wäre das doch ziemlich langweilig.


Auch die ursprüngliche Idee, die Serie um weitere Bücher mit "fremden" Gästen zu erweitern, sobald die Grey-Geschwister ihr Happy End gefunden haben, habe ich mittlerweile verworfen. Nach sieben Büchern ist bei der Grey's Halfway House Serie Schluss, aber ...


Spin-Offs en masse!

Je mehr ich in der Welt der Greys geschrieben und dazuerfunden habe, umso mehr Ideen für Spin-Offs hatte ich. Also für weitere Bücher (bzw. ganze Serien!), die für sich stehen, aber Verbindungen zur ursprünglichen Serie haben.

Deswegen habe ich letztendlich entschieden, die Hauptserie nach sieben Büchern zu beenden und danach mit einer Spin-Off Serie zu starten.


In Band 2 (Schülerin des Vampirs) kommt eine Horde wilder Vampire vor, die die Greys bei sich aufnehmen und ihnen helfen, wieder zu sich zurückzufinden. Dazu würde ich wirklich gerne eine Spin-Off Serie schreiben, die zeigt, wie es den einzelnen dieser sogenannten Rogues danach ergeht.


Oder ich verbringe etwas mehr Zeit mit Ashs Cousin Markos und dessen Werwolfsrudel, das vor knapp einem Jahr bei einem Waldbrand sein Zuhause verloren und bei den Greys untergekommen ist.


Hier ist eine Übersicht, über alle bisherigen Spin-Off Ideen, die ich aktuell habe.




Das lilafarbene Kästchen ist nur der Ankerpunkt für all meine Paranormal Romance Ideen.

Die grünen und gelben Kästchen sind die Grey's Halfway House Bücher, die gerade in Arbeit sind. Alles andere sind Spin-Off Ideen für die ich zum Teil schon genau weiß, was in den einzelnen Büchern passieren sollte, siehe z.B. die unteren Kästchen.


Mit den Pfeilen habe ich auch vermerkt, wie sie sich auf die Einzelbände der Grey's Halfway House Serie beziehen könnten. Auch Prequel- und Kurzgeschichten-Ideen sammele ich in dieser Übersicht, die ich übrigens mit Obsidian erstellt habe. Das ist ein Programm, das ich euch empfehlen kann, wenn ihr umfangreiche Buchserien plant und noch ein Tool sucht, mit dem ihr eure Notizen und Steckbriefe an einem Ort halten könnt.


Womit wir beim vorletzten Punkt wären ...


Ein Ort für all die Infos

In den letzten Jahren habe ich unzählige Tools zum Sammeln von Worldbuilding-Infos ausprobiert und hatte meine Steckbriefe und Notizen über diverse Dokumente und unterschiedliche Dateiformate verstreut.

Das war (und ist) bei der Grey's Halfway House Serie nicht anders, wobei ich hier die meisten Infos und Details in einer Excel-Tabelle festgehalten habe. Immerhin.


Zukünftig ist mein Plan aber, einzelne Obsidian-Vaults (aka Ordner) für meine Buchprojekte zu nutzen. Das hatte ich ja schon im vorherigen Blogpost angekündigt.

Darin kann ich Templates erstellen beispielsweise für Charakter-Steckbriefe und alle Dateien miteinander verlinken. Und so schicke Übersichten wie die zu meinen Spin-Offs lassen sich damit auch super leicht erstellen. (Die kann man z.B. auch für Stammbäume oder sonstige Figurenkonstellationen verwenden.)


Solltet ihr selbst eine Serie schreiben, rate ich es euch dringend, euch einen solchen Ort zu erschaffen. Egal ob ihr Obisidian, Notion oder Word verwendet. Schreibt euch die Details und sämtliche Ideen dort auf. Sonst verliert man ziemlich schnell den Überblick.



Veröffentlichungskonzept

Auch über die Veröffentlichung habe ich schon nachgedacht, bevor ich überhaupt den ersten Satz geschrieben habe.

Falls ihr nur zum Spaß schreibt, ist es nicht unbedingt notwendig, schon vorab darüber nachzudenken, aber als Vollzeit-Autorin ist die Veröffentlichung ja das, worauf man hinarbeitet.


Ich wusste gleich, dass ich diese Bücher selbst veröffentlichen will und zwar am besten mit geringen Wartezeiten dazwischen. So etwas funktioniert gerade im Romance-Bereich richtig gut, weswegen ich gehofft habe, so neue Leserinnen zu finden und sie "süchtig" nach mehr zu machen.


Um eine möglichst gute Read-Through-Rate zu haben (also dass möglichst viele Leserinnen von Band 1 zu Band 2 weiterwandern), wollte ich zudem auch immer schon den nächsten Band in Pre-Order haben, sobald der erste/neue erschienen ist. Und das hat echt gut funktioniert.


Das bedeutet aber auch, dass ich nicht viel Zeit zwischen den Veröffentlichungen haben würde, weswegen ich die ersten beiden Bücher vorab komplett fertig geschrieben habe, bevor ich Band 1 zur Vorbestellung freigegeben habe.

Band 2 sollte dann zwei Monate später folgen, Band 3 wieder zwei Monate später, bei Band 4 hatte ich auch noch diesen Abstand, aber Band 5 wird tatsächlich mit etwas mehr Abstand veröffentlicht werden (dann eben mit längerer Pre-Order Phase). Bis dahin sollten sich aber schon loyale Leserinnen gefunden haben, die notfalls auch ein bisschen auf den nächsten Teil warten, während ich an meinen anderen Büchern arbeite.

Band 6 und Band 7 erscheinen dann ebenfalls mit etwas mehr Abstand zueinander.


Hier ist eine Übersicht über die Erscheinungstermine der einzelnen Bücher:

  • Band 1: 25.11.2022

  • Band 2: 25.01.2023

  • Band 3: 25.03.2023

  • Band 4: 25.05.2023

  • Band 5: Herbst/Winter 2023

  • Band 6: Frühjahr/Sommer 2024

  • Band 7: Herbst/Winter 2023

(Mein Plan ist es, auch die letzten drei Bücher, also Band 5-7 an einem 25. zu veröffentlichen. Das kann man sich doch ganz gut merken, oder nicht?)


Diese Strategie, Bücher mit kurzem Abstand hintereinander zu veröffentlichen, nennt sich Rapid Release und hat sich für mich schon bei der Witch's World Serie bewährt.


Und mal ehrlich: Wer will schon ein ganzes Jahr auf die Fortsetzung eines Buchs warten?

(Ja, ich weiß, bei manchen meiner Bücher ist es schon mehr als ein Jahr her, seit der letzte Teil herausgekommen ist, aber das werde ich in den kommenden Jahren ändern.)


Will man bei einem Verlag veröffentlichen, ist Rapid Release oft nicht möglich. Es ist schon recht selten, wenn ein Verlag zwei Bücher eines Autors in einem Jahr herausbringt.



Zusammenfassung

Nachdem das jetzt relativ viele Fakten auf einmal waren, habe hier noch einmal die wichtigsten Punkte für euch zusammengestellt. Vielleicht hilft euch das, eure eigene Serie zu konzipieren.


  • Habt ihr schon erste Ideen für eure Serie? Oder Bücher/Filme/Serien, die euch inspirieren?

  • Genre / Subgenre - Was sind die Erwartungen der Leser? Welche Auswirkungen hat das auf die Struktur der Serie?

  • Standalones oder fortlaufende Handlung? Wie sind die einzelnen Bücher miteinander verknüpft?

  • Wie viele Bücher sollen es ungefähr werden?

  • Wer sind die Protagonisten? - Wechseln sie sich ab? Bleiben sie immer gleich? Gibt es nur einen Charakter, der im Mittelpunkt steht?

  • Wie könnt ihr von Anfang an für viel Konflikt in der Serie sorgen? Welche übergreifenden Plots bieten sich an und wie werden sie aufgelöst?

    • Welche kleineren Subplots/Konflikte könnt ihr euch vorstellen?

    • Erstellt euch am besten eine Liste mit allem, was für eure Charaktere schiefgehen könnte und wie sie das wieder geradebiegen

  • Welche Tropes/Klischees wollt ihr einbauen? Wie könnt ihr sie für den Leser neu oder zumindest spannend umsetzen?

  • Bietet es sich an, Spin-Offs zur Serie zu schreiben? Oder Prequels (Vorgeschichten) und Kurzgeschichten (z.B. aus der Perspektive eines Nebencharakters)?

  • Wo sammelt ihr all eure Ideen, Notizen, Steckbriefe, etc.?

  • Wollt ihr die Serie im Selfpublishing oder bei einem Verlag veröffentlichen?

  • Rapid Release? Und wenn ja, wie viel Abstand reicht euch, um Nachschub zu produzieren?


Und ja, das klingt schon ein bisschen so wie das, was in ein Verlagsexposé sollte. Es hat einen Grund, warum Verlage all solche Dinge zuvor abfragen.

Aber euer Konzept ist in der Regel nur für euch bestimmt und deswegen muss es nicht so hübsch aufpoliert und geleckt aussehen wie ein "echtes" Verlagsexposé. Es soll euch als eine Art Fahrplan oder Kompass für die restliche Planung dienen, damit ihr euch nicht zu sehr verrennt oder euch das alles über den Kopf wächst.

Also, no pressure.

Macht das so, wie es sich für euch richtig anfühlt und womit ihr am besten arbeiten könnt. Ihr müsst das Ding ja am Ende auch schreiben.



An dieser Stelle möchte ich auch anmerken, dass es einen großen Unterschied macht, ob man eine Standalone-Serie schreibt (wie die Grey's Halfway House Serie) oder eine fortlaufende Reihe (wie die Witch's World Serie), vor allem was das Plotten angeht. Trotzdem helfen euch diese Fragen hoffentlich dabei, zumindest schon ein grobes Konzept für eure neue Buchreihe auszuarbeiten und zu wissen, wohin die Reise gehen soll.


Ich wäre froh, wenn ich das für meine beiden angefangenen Buchreihen gemacht hätte und mich auch daran gehalten hätte, aber jetzt habe ich ja dazugelernt und setze dieses Wissen einfach bei meinen zukünftigen Buchprojekten um.


Habt ihr schon einmal ein solches Konzept erstellt? Welche Fragen/Punkte würdet ihr noch ergänzen?

Schreibt's gerne in die Kommentare! Ich freue mich auf euch.

eure kate



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Über Kate Stark

Schreibt Bücher und macht YouTube-Videos über ihr Autorenleben.
Liebt Social Media, Fantasy, Notizbücher und Schokolade.

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