• Kate S. Stark

Historische Vorbilder zur WITCH'S WORLD Serie



Kaum zu glauben, dass schon über drei Jahre vergangen sind, seitdem ich die erste Idee zu den WITCH’S WORLD Büchern hatte. Damals wollte ich etwas über Hexen schreiben und habe ein paar Dokumentationen geschaut und bin ziemlich schnell über einige interessante Persönlichkeiten aus der Vergangenheit gestoßen, die es alle auf die ein oder andere Weise in die Bücher geschafft haben.


Zur Feier der Veröffentlichung von ROGUE WITCHES möchte ich euch heute einige historische Persönlichkeiten vorstellen, die mich dazu inspiriert haben, diese Buchreihe rund um Isa und ihre magischen Freunde zu schreiben.




Wichtige Anmerkung vorneweg

Ich habe mich von diesen Personen inspirieren lassen, ihnen aber oft einiges angedichtet und hinzu erfunden. Bei manchen von ihnen gab es auch schlichtweg nicht viele Infos, nur ein paar Fußnoten und knappe Erwähnungen.


Außerdem bin ich kein Fan von zu intensiver Recherche, vor allem weil ich mich kenne und weiß, dass ich mich darin verlieren würde, wenn ich tiefer in die Materie einsteigen würde. Und dann würde ich wahrscheinlich die Recherchehölle für mehrere Monate nicht mehr verlassen.


Das sind lediglich die Details, die ich damals interessant fand und die dazu geführt haben, dass sich die Geschichte der Nachtwelt in meinem Kopf mehr und mehr herauskristallisiert hat.


Matthew Hopkins - Der Witchfinder General


Aus gegebenem Anlass möchte ich mit General Hopkins starten, da dessen Taten mich zu einem sehr wichtigen und tödlichen magischen Artefakt inspiriert haben. Dem Hopkins-Messer, das immer mal wieder in den Büchern erwähnt wird und gerade in ROGUE WITCHES eine große Rolle spielt. Es ist ja sogar auf dem Cover gelandet ;)


Über Matthew Hopkins bin ich bei meiner Recherche zu den Hexenverfolgungen in Großbritannien gestoßen. Er ist einer der bekanntesten Hexenjäger gewesen und hat innerhalb weniger Jahre unglaublich viele sogenannte Hexen getötet.


Sein Buch The Discovery of Witches hat auch die Hexenverfolgungen in New England (USA) vorangetrieben und galt zum Teil als Rechtsgrundlage.


Mich hat fasziniert, dass er innerhalb so kurzer Zeit so viel Einfluss als Hexenjäger gesammelt und so viele Leute auf dem Gewissen hat. Ich kann mir das einfach nicht vorstellen und so hat sich die Idee des Hopkins-Messers gebildet. Eine verfluchte Klinge, die ihren Besitzer dazu antreibt, wie im Rausch Hexen und Nachtwesen gleichermaßen zu töten. Ein Schnitt reicht dabei schon aus, um die dunklen Mächte des Fluchs auf das Opfer übergehen zu lassen und es innerhalb von wenigen Sekunden zu töten.

Das passiert übrigens auch in ROGUE WITCHES ...


Während der “echte” Matthew Hopkins wohl an Tuberkulose gestorben ist, hat in der Geschichtsschreibung der Nachtwelt Castor Ellis dafür gesorgt, dass dieser Hexenjäger mit seinem verfluchten Messer und der unstillbaren Mordlust das Zeitliche segnet. Das Messer befindet sich seitdem als Trophäe, aber auch aus Sicherheitsgründen, im Raritätenkabinett der Darkwood Akademie.

Na ja … bis kurz vor ROGUE WITCHES zumindest ...


Isobel Gowdie und ihr Geständnis

Isobel ist die Hexe, die mich wirklich erst dazu gebracht hat, mich näher mit dem ganzen Thema zu beschäftigen und diese Buchreihe zu schreiben, auch wenn sie da schon lange tot ist.


Isobel war eine Schottin, die der Hexerei angeklagt und bei den Verhören unglaublich detailreiche Geständnisse über ihre Praktiken und Treffen mit dem Teufel abgelegt hat. Willentlich. Was danach mit ihr passiert ist, ist nicht ganz klar, aber allein dass sie alles gestanden hat und mit so vielen verrückten Details, hat meine eigene Vorstellungskraft durchdrehen lassen.


Ich musste einfach wissen, weshalb sie das tun würde, vor allem wenn sie deswegen wahrscheinlich hingerichtet worden wäre. Auch hier spielt Castor Ellis wieder eine wichtige Rolle, denn er ist es gewesen, der Isobel in meiner Version der Ereignisse an die Hexenjäger ausgeliefert hat. Isobel war damals nämlich Königin Britannias, die letzte, bevor Castor Ellis und all seine männlichen Nachfolger den Thron übernommen haben.


Castor ist sehr ehrgeizig und die einzige Möglichkeit, um Isobel vom Thron zu stoßen, bestand seiner Meinung darin, sie zu verraten und hoffentlich mit der Hilfe der Hexenjäger loszuwerden. Aber kampflos wollte Isobel dann auch nicht untergehen. Vielleicht erinnert ihr euch ja noch an dieses Zitat aus WICKED WITCHES, als Isa Isobels Hinrichtung in einer ihrer Visionen erlebt:


»Wenn ich brenne, sollt ihr auch brennen.«

- Zitat aus WICKED WITCHES


Ein paar Hexen konnte sie tatsächlich mit in den Tod reißen, aber bei weitem nicht so viele wie Matthew Hopkins und seine verfluchte Klinge.


Gwen Ellis, die erste gehängte Hexe von Wales


Gwen Ellis, die Begründerin der Ellis-Familie, war die erste Hexe, die in Wales der Hexerei angeklagt und gehängt wurde. Sie war ganze dreimal verheiratet und ihre Ehemänner haben meist nicht länger als zwei Jahre gelebt. Das fand ich sehr interessant und deshalb ist mir bald schon die Idee gekommen, dass es vielleicht an einem Liebeszauber liegen könnte, den Gwen verwendet hat.


Genau diesen Liebeszauber nutzt auch Violet viele hundert Jahre später in WICKED WITCHES, um Isa endlich loszuwerden. Mit ungeahnten Folgen für beide Hexen, die in ROGUE WITCHES an Fahrt aufnehmen.


Gwen ist übrigens Castor Ellis’ Großmutter, falls ihr euch gefragt haben, ob die zwei verwandt sind.


Wynchester, Frauncis und Waterhouse - Essex Hexenprozesse

In Essex wurden über 700 Leute der Hexerei angeklagt, darunter auch die Ahnherrinnen dreier einflussreicher Hexenfamilien: Wynchester, Frauncis und Waterhouse.

Alle angeklagten dieser drei Familien kommen aus demselben Ort und während Agnes Waterhouse (Erste Waterhouse-Hexe) für ihre Vergehen hingerichtet wurde, konnten ihre Tochter Joan (nach der Joana benannt ist) und Lora Wynchester der Strafe entgehen. Die vierte im Bunde, Elizabeth Fraunces, wurde eingesperrt.

Elizabeth hat ausgesagt, dass sie das hexen von ihrer Großmutter gelernt hat. Diese war bei allen als Mother Eve Peverel bekannt.


Ich kann die Quelle leider nicht mehr finden, aber irgendwo habe ich gelesen, dass Lora Wynchester mehrmals angeklagt war und es immer geschafft hat, sich herauszureden und anderen die Schuld zuzuschieben. Das fand ich ziemlich spannend und wollte die Geschichte dieser drei Frauen in meine Bücher einfließen lassen, auch wenn hauptsächlich nur die Namen geblieben sind. Wer weiß, vielleicht flammen zwischen den Wynchesters und den Waterhouses noch einmal alte Rivalitäten auf?


Falls ihr euch jetzt den Kopf kratzt, weil ihr die Namen nicht ganz zuordnen könnt, hier noch etwas mehr Kontext, wie das mit den Charakteren aus den WITCH’S WORLD Büchern zusammenhängt:

  • Wynchester ist Callys Nachname. Sie ist eine der älteren Schülerinnen an der White Oak Akademie und bleibt lieber für sich. Erst in ROGUE WITCHES wird sie etwas geselliger und unterstützt Isa und Joana bei der Samhain-Jagd. Callys Tante Brianna, neben Prof. Paoli eine Protagonistin aus TRADING HEARTS, ist auch eine geborene Wynchester, bevor sie nach ihrem Schulabschluss Alexander Gowdie geheiratet hat.

  • Peverel ist Lanas Nachname. Sie ist ebenfalls eine der älteren Schülerinnen an der White Oak. Ihre Familie geht auf Mother Eve Peverel zurück, die den Frauen ihres Dorfs angeblich das Zaubern beigebracht haben soll. Lanas Großmutter war übrigens Professor Paolis Vorgängerin als Schulleiterin an der White Oak Akademie.

  • Die Frauncis-Hexen gehen ebenfalls auf Mother Eve zurück und deren Enkelin Elizabeth Frauncis. In den WITCH’S WORLD Büchern werden sie höchstens mal erwähnt und gehören eher zu den nicht ganz so einflussreichen Hexenfamilien Britannias.

  • Nur bei den Waterhouses muss ich vermutlich kaum etwas erklären, da sie dank Joana und Graham bekannt sein sollten. Ihr Vater Richard ist seit dem Brand des Gowdie-Anwesens der König Britannias und damit die mächtigste Hexe des Landes. Auch in einer der WITCH'S WORLD Storys kommen die Waterhouses vor, nämlich in CURSING THE KNIGHTS.


Thomasine Blight - Die weiße Hexe Cornwalls

Auch Tamsins Familie hat einige einflussreiche Hexen in ihrem Stammbaum. Die erste bekannte Blight-Hexe war Thomasine Blight, nach der Tamsin übrigens auch benannt ist.

Thomasine soll angeblich nur Gutes mit ihrer Magie bewirkt haben und auch ihr Ehemann hatte magische Kräfte, die er jedoch für nicht ganz so gute Taten benutzt hat und schließlich verhaftet wurde.


Eben weil ihre Anherrin nur Gutes mit ihrer Magie verrichtet und häufig auch den Menschlingen damit geholfen hat, werden die Blights bis heute für schwach gehalten und eher gemieden. Erst als Tamsins Vater zum Berater des Königs ernannt wird, ändert sich das, doch muss Tamsin hart kämpfen, um diesen neugewonnenen Ruf aufrecht zu erhalten. Und deshalb landet sie in der toxischen Freundschaft mit Violet und Joana, aus der sie sich nur schwer befreien kann.

Wer weiß, vielleicht nimmt sich Tamsin in Zukunft ja ein Beispiel an ihrer Vorfahrin ...?



Wahrscheinlich gibt es noch eine ganze Menge mehr Hexen und historische Persönlichkeiten, die auf irgendeine Weise in meine WITCH’S WOLRD Bücher eingeflossen sind, aber das waren die wichtigsten Vorbilder, die mich wirklich zum Nachdenken und meine Kreativität zum Zünden gebracht haben.


Geht euch das auch manchmal so, wenn ihr über historische Persönlichkeiten lest? Dass ihr urplötzlich mit einer ganzen Flut an Ideen bombardiert werdet? Wie geht ihr damit um?

Lasst es mich in den Kommentaren oder auf Instagram wissen!


eure kate



0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen
Profilbild_kreisförmig.png

Über Kate Stark

Schreibt Bücher und macht YouTube-Videos über ihr Autorenleben.
Liebt Social Media, Fantasy, Notizbücher und Schokolade.