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  • AutorenbildKate S. Stark

Wie ich meine Wordcounts und Arbeit als Selfpublisherin tracke


In all den Jahren, die ich nun schon schreibe, erst nur für mich, später dann als Vollzeit-Autorin, habe ich alles mögliche ausprobiert, um meine Arbeit und meinen Fortschritt zu messen. Mal habe ich ganz genau meine geschriebenen Wörter getrackt, dann das alles über Bord geworfen und geglaubt, dass ich damit besser dran bin.


Die letzten ein bis zwei Jahre über hatte ich trotz langen Arbeitstagen immer das Gefühl, nichts erreich zu haben. Weil ich selten eine To-Do-Liste hatte oder mir aufgeschrieben habe, was ich an dem Tag schon alles geschafft hatte. Meistens hatte ich zwar eine ungefähre Ahnung, aber eben kein handfestes Ergebnis schwarz auf weiß vor mir.


Seit Anfang 2024 tracke ich nicht nur meine geschriebenen Wörter wieder, sondern auch, was ich sonst so für meine Buchprojekte getan habe. So brauche ich nur einen Blick in meine jeweilige Tabelle zu werfen, um zu sehen, wie viel ich an einem Tag geschafft habe.


Und das ist eine Veränderung, die meinen Autorenalltag immens verbessert hat.

Deswegen möchte ich mit euch teilen, warum ich das tracke, was mir das bringt, aber auch wie ich das anstelle. So könnt ihr am Ende eine eigene Tracking-Tabelle anlegen - oder auf die kostenlose Vorlagen zurückgreifen, die ich euch hier zur Verfügung stelle.


Welche Programme verwende ich? Wie viele Tracker nutze ich?

Zum Tracken verwende ich Google Tabellen, um sie von überall aus aktualisieren und nutzen zu können. Insgesamt nutze ich zwei unterschiedliche Versionen.


Einmal die öffentliche Wordcount-Tabelle, wo ich für alle meine Projekte die Sprints, Wordcounts und Fortschritte tracke. Die ist auch für euch zugänglich und wird jeden Tag aktualisiert (vorausgesetzt, ich habe auch geschrieben).


Die zweite Art von Tabelle, die ich nutze, ist ein Projekttracker, für jedes Projekt bzw. jede Buchreihe habe ich einen eigenen. Darin messe ich auch noch einmal meine Schreibsprints, halte aber auch fest, wie viele Kapitel ich geplant habe oder welche Meilensteine ich wann erreicht habe.


Natürlich könnte man das alles auch handschriftlich machen, aber dann müsste ich auch alles selbst berechnen und bei meinen Mathekünsten würde das schnell in Chaos ausarten. Außerdem würde das auch viel länger dauern. Stattdessen habe ich an vielen Stellen einfach Formeln hinterlegt, die beispielsweise ausrechnen, wie viel ich an einem Tag schon geschrieben habe oder wie viele Worte pro Stunde ich durchschnittlich erreichen würde.


Das geht natürlich auch in Excel, aber ich mag Google Tabellen vom Aufbau und der Nutzerfreundlichkeit etwas mehr.


Warum verwende ich Tracker?

Kurz gesagt: Zur Kontrolle und für mehr Motivation.


Wie ich bereits oben gesagt habe, hatte ich oft keine Ahnung, wie viel ich an einem Tag überhaupt geschafft habe. Nicht nur, was geschriebene Wörter angeht, sondern auch sonstige Aufgaben rund um ein Manuskript (z.B. Planung oder Überarbeitung).


Durch den Wordcounttracker weiß ich nun immer ganz genau, wie viel ich täglich geschrieben habe und wie viel in einem Buch noch vor mir liegt (zumindest grob). Und durch die “Was habe ich gemacht”-Spalte in meinem Projekttracker sehe ich außerdem, woran ich sonst noch an einem bestimmten Tag gearbeitet habe.


Mittlerweile trage ich auch ein, wie viele Schreibsprints oder sonstige Arbeitssessions ich absolviert habe. Dann kann ich hoffentlich auch bald die Frage ganz genau beantworten, wie lange es dauert, ein Buch zu schreiben.


Auch wenn ich vor meiner Tracker-Ära wusste, dass ich den Tag über nicht untätig war, hat es sich oft so angefühlt. Und das war ziemlich demotivierend und hat meist dazu geführt, dass ich mich am nächsten Tag noch härter gepusht habe. Das ging dann so lange, bis ich nicht mehr konnte und wieder eine Tiefphase hatte, in der ich kaum gearbeitet habe.


Durch die Tracker konnte ich also diesen negativen Zyklus ein Stück weit durchbrechen und bin heute motivierter als zuvor. Und auch viel glücklicher mit meiner Arbeit.


Zu sehen, wie viel ich am Vortag geschafft habe, motiviert mich, auch am heutigen Tag mein Bestes zu geben und meinen Wordcount zu übertreffen. Und selbst wenn es mal nicht so gut läuft, weiß ich, dass es auch wieder Tage geben wird, an denen es besser ist. Den Beweis habe ich in meiner Tabelle ja vor mir.


Andererseits ist es aber auch eine Art Kontrolle für mich.


Als Vollzeit-Autorin ist es mein Job, zu schreiben und täglich Fortschritte bei meinen Büchern zu machen. Früher hätte ich es nicht so schnell gemerkt, wenn ich vom Weg abgekommen bin, weil ich keine sichtbaren Indikatoren hatte. Außer vielleicht, dass meine Screentime hochgegangen ist.


Mit dem Tracker sehe ich jetzt aber schwarz auf weiß, an welchen Tagen meine Leistung nachgelassen hat und wo. Das macht es mir leichter die Quelle des Problems zu erkennen, beispielsweise, dass ich bei einem Projekt noch etwas mehr planen müsste und gerade prokrastiniere, weil ich nicht wirklich weiß, was ich schreiben soll.


Und für meine Leser ist es sicher auch cool, zu sehen, wie das Buchprojekt, auf das sie warten, wächst und wächst. Das ist auch für mich nochmal ein zusätzlicher Motivationsfaktor. Dass Leute sehen, wie viele ich täglich schreibe.


Warum Tracken nicht für jeden was ist

Wie bei so vielen Dingen beim Schreiben scheiden sich auch beim Tracken die Geister, ob es wirklich hilfreich ist oder nicht. Es ist wie Plotter vs. Pantser und die einzige Möglichkeit, herauszufinden, ob es zu einem passt oder nicht, ist das Ausprobieren selbst.


Aber, ich sage gleich vorweg: Wenn man das Tracken zu ernst nimmt und sich zu viel vornimmt, kann der Schuss auch ganz schnell nach hinten losgehen. So eine Tabelle kann bei manchen Menschen auch Stress auslösen oder Selbstzweifel.


Das war bei mir in der Vergangenheit leider auch so.


Da habe ich mich fertig gemacht, wenn ich mal einen Tag nicht geschrieben oder mein Wordcount niedriger war als der der letzten Tage. Jeder Tag war ein Kampf gegen mich selbst, bei dem meine perfektionistische Seite unbedingt gewinnen wollte, koste es, was es wolle.


Das ist natürlich eine sehr toxische Einstellung, die sich bei mir glücklicherweise verwachsen hat, je älter ich geworden bin. Mittlerweile habe ich akzeptiert, dass ich nicht jeden Tag mal eben 5.000 Wörter oder mehr raushauen kann.


Und von 0 auf 10.000 kommt man nicht so leicht.


Wenn ihr das Tracken also ausprobieren wollt, schlage ich vor, dass ihr euch dabei auch ein möglichst geringes Tagesziel setzt, das ihr gut einhalten könnt.

Für mich sind das z.B. 1.000 Wörter. Ja, an manchen Tagen bekomme ich selbst das nicht zusammen, gleiche das aber durch weit höhere Wordcounts an anderen Tagen wieder aus. Aber was noch viel wichtiger ist: Ich mache mich deswegen nicht verrückt, sondern akzeptiere es, wie es ist, und starte am nächsten Tag neu und ohne schlechtes Gewissen.


Welche Metriken sind interessant

Was genau man in einer solchen Tabelle misst, ist natürlich jedem selbst überlassen. Vielleicht schreibt man nur die Anzahl der täglich geschriebene Worte auf, nicht aber wie lange man dafür gebraucht hat. Oder ihr seid wie ich und wollt es ganz genau wissen.


Hier ist eine kurze Übersicht über die Metriken, die ich messe bzw. errechnen lasse:

  • Geschriebene Wörter pro Schreibsprint - Das gibt mir einerseits natürlich den Wordcount, aber auch die Zeit, die ich dafür gebraucht habe.

  • Anzahl der abgeleisteten Schreibsprints.

  • Wörter pro Minute - Das ist eine Formel, die basierend auf dem Wordcount und der Dauer des Schreibsprints errechnet, wie viele Wörter ich durchschnittlich in einer Minute geschrieben habe.

  • Wörter pro Stunde - Diese Formel nimmt die Wörter pro Minute und rechnet hoch, wie viel ich in einer Stunde mit dieser Geschwindigkeit hätte schreiben können.

  • Wörter pro Tag - Diese Formel berechnet, wie viele Wörter ich durchschnittlich an einem Tag schreibe (monatlicher Gesamtwordcount geteilt durch Anzahl der vergangenen Tage).

  • Name des jeweiligen Projekts - Falls ihr an mehreren Projekten in einem Monat/Jahr arbeitet.

  • Gesamtwordcounts nach Projekten - Falls ihr an mehr  als einem Projekt gleichzeitig arbeitet, kann es interessant sein, zu sehen, wie sich die einzelnen Projekte entwickeln.

  • Gesamtwordcounts nach Tagen - Also die Anzahl sämtlicher geschriebener Wörter eines Tags.

  • Gesamtwordcount eines Monats - Also die Anzahl sämtlicher geschriebener Wörter eines Monats.


Bei meinen Schreibsprints halte ich zusätzlich fest, was ich dabei gehört habe. Meistens ist das nur ein Track, der auf Dauerschleife läuft, weil ich so einfach besser in meine Story reinkomme und richtig darin versinken kann. Außerdem halte ich auch fest, von wo aus ich geschrieben habe (z.B. Schreibtisch, Sofa, Bibliothek, etc.).


Andere Autoren notieren sich auch noch, wann sie geschrieben haben, oder wie sie sich dabei gefühlt haben.


Aber wozu das ganze?


In ihrem Buch 2k to 10k rät Rachel Aaron uns Lesern, unsere Schreibgewohnheiten genau zu tracken, unterschiedliche Zeiten, Orte, etc. auszuprobieren, damit wir so unser Optimum finden können. Dadurch weiß ich beispielsweise, dass zehn Minuten für mich die perfekte Dauer bei einem Schreibsprint sind oder ich eben nur einen Track in Dauerschleife dabei hören sollte, um so gut wie möglich voranzukommen.


Je mehr wir über unsere eigenen Schreibgewohnheiten wissen und das auch mit Fakten schwarz auf weiß belegen können, desto eher können wir uns verbessern. Das ist also ein dritter Vorteil vom Tracken der eigenen Arbeit.


Aufbau einer Tabelle

Nachdem wir jetzt wissen, warum Tracken eine gute Idee sein kann und welche Metriken interessant sein könnten, möchte ich euch jetzt zeigen, wie meine beiden Tabellen aufgebaut sind.


Das bedeutet nicht, dass das das Optimum ist und für immer so bleibt.

In den letzten Wochen habe ich einige Spalten hier und da hinzugefügt, um die Tabellen noch effektiver und hilfreicher für mich zu machen.


Seht sie also als Beispiel an, das euch für eure eigene Tabelle inspirieren kann. Wer keine eigenen Tabellen aufbauen möchte, kann meine beiden Vorlagen nutzen. Ich bin mir aber sicher, dass ihr früher oder später anfangen werdet, diese umzubauen und an eure Bedürfnisse anzupassen.


Aber zurück zu meinen Tabellen und wie ich sie aufgebaut habe …


Allgemeine Wordcount Tabelle

Meine allgemeine Wordcount Tabelle ist für jeden öffentlich ersichtlich und dient für mich dazu, auf einem Blick zu sehen, wie viel ich insgesamt pro Tag, aber auch Monat und Jahr in meinen Projekten geschrieben habe.


Sie besteht aus folgenden Tabs:

  • Willkommen

  • Sprints

  • Sprint-Archiv

  • To-Do

  • Daily 2024

  • Monthly 2024

  • Projekte


Schauen wir uns mal genauer an, wozu ich die jeweiligen Tabs nutze und was ich darin festhalte.


Der Willkommen Tab

Hier gebe ich eine kurze Erklärung für alle Neugierigen, die sich auf diese Tabelle verirrt haben. Also praktisch die Kurzversion von diesem Blogpost hier.


Der Sprints Tab

Hier trage ich nach Datum geordnet meine täglichen Schreibsprints mit ihren Ergebnissen ein. Dazu nutze ich folgende Spalten:


  • A: Datum

  • B: Sprintnummer - Fortlaufende Nummer, egal ob ich nur an einem oder mehreren Projekten gearbeitet habe

  • C: Projektname bzw. Kürzel (da ich oft an mehreren Projekten täglich arbeite)

  • D: WC gesamt - Anzahl der geschriebenen Wörter, die ich bei einem Sprint zusammenbekommen habe

  • E: WPH (Words per Hour / Wörter pro Stunde) - Formel, die berechnet, wie viele Wörter ich so in einer Stunde hätte schreiben können

  • F: WPM (Words per Minute / Wörter pro Minute) - Formel, die berechnet, wie viele Wörter ich bei diesem Sprint durchschnittlich pro Minuten geschrieben habe

  • G: Musik - Welchen Track oder welches Album/Playlist ich gehört habe

  • H: Ort - Wo ich geschrieben habe (z.B. Schreibtisch, Sofa, etc.)

  • I: Sonstiges - Feld für Anmerkungen oder … Sonstiges ;)


Der Sprints Archiv Tab

Weil der Sprints Tab mit jedem neuen Schreibsprint um eine Zeile wächst und das bei 3-6 Sprints täglich schnell unübersichtlich wird, übertrage ich die Sprints eines vergangenen Monats in dieses Sprint Archiv. So kann ich immer noch darauf zugreifen, habe den Sprint Tab aber frei für den neuen Monat und muss so nicht ewig unterscrollen, bis ich zu einer freien Zelle komme.


Das ist eine persönliche Präferenz und nicht zwingend nötig.


Der To-Do Tab

Dieser Tab ist gerade erst dazugekommen und soll mir zukünftig dabei helfen, schneller meine nächste Aufgabe zu finden. Dazu habe ich je eine Spalte für die einzelnen Schreibphasen erstellt und darunter dann eingetragen, was bei welchen Projekten erledigt werden muss.


Wie ich euch demnächst auch im Schreibupdate erzählen werde, habe ich zwar täglich auch je drei Arbeitssessions für das Planen und Überarbeiten meiner Bücher auf meiner To-Do-Liste stehen, aber bisher ist es mir immer schwer gefallen, mich dazu aufzuraffen. Und zum Teil lag das, vermute ich zumindest, daran, dass ich nicht genau definiert habe, woran ich dabei als nächstes arbeiten möchte bzw. muss, um mit meinen Projekten voran zu kommen.


Durch diesen Tab sehe ich das aber sofort auf den ersten Blick und prokrastiniere in Zukunft dann hoffentlich weniger.


Der Daily 2024 Tab

In diesem Tab trage ich sämtliche Wordcounts geordnet nach Tagen und Projekten ein, um zu sehen, wann ich woran gearbeitet und wie viel ich geschrieben habe.


Dazu verwende ich folgende Spalten:

  • A: Datum

  • B: Wordcount gesamt (Formel, die sämtliche Einzelwordcounts meiner Projekte zusammenrechnet)

  • C: WPH (Words per Hour / Wörter pro Stunde) - Formel, die berechnet, wie viele Wörter ich so in einer Stunde hätte schreiben können

  • D: WPM (Words per Minute / Wörter pro Minute) - Formel, die berechnet, wie viele Wörter ich durchschnittlich pro Minuten geschrieben habe

  • E: Gesamtanzahl der durchgeführten Schreibsprints

  • F-Z: Projektwordcounts (jedes Buch bekommt seine eigene Spalte und ich trage natürlich nur an den Tagen Wordcounts ein, wenn ich daran geschrieben habe)


Der Monthly 2024 Tab

In diesem Tab werden die Tageswordcounts aus der Daily Tabelle zusammengerechnet, sodass ich in einer Monatsübersicht sehe, wie viel ich schon geschafft habe. So kann ich auch vergleichen, ob ich mich verbessert habe, oder ob ich noch etwas mehr pushen sollte, um die Ergebnisse des Vormonats zu übertreffen.


Hier nutze ich folgende Spalten:

  • A: Monat

  • B: Gesamtwordcount des Monats - hier ist eine Formel hinterlegt, die sämtliche Tageswordcounts aus dem Daily-Tab addiert

  • C: Anzahl der Schreibsprints

  • D: WPM (Words per Minute / Wörter pro Minute) - Formel, die berechnet, wie viele Wörter ich durchschnittlich pro Minuten geschrieben habe

  • E: WPH (Words per Hour / Wörter pro Stunde) - Formel, die berechnet, wie viele Wörter ich so in einer Stunde hätte schreiben können

  • F: WPD (Words per day / Wörter pro Tag) - Formel, die berechnet, wie viele Wörter ich so an einem Tag geschrieben habe

  • G-Z: Projektwordcounts - Hier trage ich am Monatsende ein, wie viele Worte ich im jeweiligen Projekt geschrieben habe (Ja, ich könnte auch hier Formeln hinterlegen, aber da bin ich zu faul …)


In der unteren Zeile rechne ich auch nochmal alles zusammen, sprich wie viele Wörter ich schon in diesem Jahr geschrieben habe und nochmal WPM/WPH aufs ganze Jahr hochgerechnet.


Und wer sich fragt, was das Pizza-Emoji und die Zahl daneben bedeutet: Sobald ich 100.000 Wörter erreiche, gibt’s zur Belohung eine Pizza. Die Zahl daneben zeigt an, wie viel ich noch schreiben muss, bis die nächste fällig ist. Leider noch eine ganze Menge :(


Der Projekte Tab

Da ich in meiner Tabelle viel mit Kürzeln arbeite, habe ich für alle Interessenten eine Liste mit meinen aktuellen Projekten angelegt. Darin vermerke ich z.B. auch den Status und zu welcher Reihe das jeweilige Projekt gehört.


Hier findet ihr die Spalten:

  • A: Projektkürzel

  • B: Buchtitel bzw. Arbeitstitel

  • C: Reihe

  • D: Link zu Amazon-Seite (falls vorhanden)

  • E: Link zu Buchdetails auf meiner Website (falls vorhanden)

  • F: Dropdown-Menü für Status des Projekts

  • G: Anmerkungen (z.B. falls ein Buch in Pre-Order ist)


Projekttabelle

Meine Projekt Tabelle nenne ich “Work Log” und lege sie für jede Buchreihe an.


Sie besteht aus drei Tabs:

  • Daily

  • Sprints

  • Wordcounts

  • optional: $$$


Schauen wir uns im Folgenden an, wozu der jeweilige Tab dient und welche Dinge ich darin eintrage bzw. berechnen lasse.


Der Daily Tab

Hier trage ich meinen Gesamtwordcount pro Tag ein, sowie die Anzahl der Schreibsprints oder sonstigen Arbeitssessions, und was genau ich gemacht habe (z.B. Planung Kapitel 5 oder Rohfassung Kapitel 4).


Folgende Spalten nutze ich dafür:

  • A: Datum

  • B: Was habe ich gemacht - Fortschritte in schriftlicher Form festhalten (z.B. Planung Kapitel 5 abgeschlossen), und Meilensteine eintragen (z.B. Erreichen eines bestimmten Wordcount-Ziels oder Abschluss einer Projektphase)

  • C: Wordcount - Aktueller Gesamtwordcount des Manuskripts an diesem Tag

  • D: +/- - Änderung des Wordcounts im Vergleich zum Vortag

  • E: # Sprints - Anzahl der Schreibsprints

  • F: # Planung - Anzahl der Arbeitssessions, die zur Planung genutzt wurden

  • G: # Korrektur - Anzahld er Arbeitssessions, die zur Korrektur genutzt wurden

  • H: # Marketing - Anzahl der Arbeitssessions, die zum Marketing genutzt wurden

  • I: # Veröffentlichung - Anzahl der Arbeitssessions, die für Aufgaben zur Veröffentlichung genutzt wurden


Die ganzen Spalten mit den Sprints bzw. Arbeitssessions habe ich relativ neu hinzugefügt und teste gerade noch, ob das etwas ist, das ich fortführen möchte. Natürlich könnten sie noch um Spalten für Brainstorming oder Worldbuilding erweitert werden.


Der Sprints Tab

Hier notiere ich mir die Ergebnisse meiner Schreibsprints, direkt nachdem ich sie absolviert habe. Da sämtliche meiner Sprints gleich lang sind, brauche ich nur die geschriebenen Worte einzutragen.


Spalten:

  • A: Datum

  • B: Tageswordcount (Formel, die Wordcounts sämtlicher Sprints zusammenrechnet)

  • C-K: Ergebnisse der einzelnen Sprints (insgesamt also 9 - wenn ich mal mehr an einem Tag absolviere, gehe ich einfach in die nächste Zeile)

  • L: Gesamtwordcount des Buchs am Ende des jeweiligen Tags


Der Wordcounts Tab

Das ist eine Übersicht über die Wordcounts nach Kapitel und vollkommen optional. Ich verschaffe mir nur gerne nochmal einen Überblick, um zu gucken, ob eines der Kapitel aus der Reihe tanzt, sprich viel zu kurz oder viel zu lang ist im Vergleich zu den anderen. Ein Unterschied von 1.000 Wörtern ist für mich nicht so schlimm, aber im Großen und Ganzen möchte ich gerne eine recht einheitliche Länge erreichen.


Spalten:

  • A: Kapitelnummer

  • B: Wordcount des Kapitels

  • C: Handlungsanweisungen/Anmerkungen (z.B. wenn ein Kapitel wegen der Länge aufgeteilt werden sollte oder wo noch eine Szene fehlt)


Meistens mache ich das nicht nur für die Rohfassung, sondern auch für die jeweiligen Korrekturen, um so zu sehen, wie sich der Wordcount über die einzelnen Phasen des Schreibens hinweg verändert hat.


Dazu lege ich neben den ersten drei Spalten (A-C) für die Rohfassung drei weitere Spalten (D-F) für die nächste Korrektur an und folge dabei der gleichen Benennung und Funktion (Kapitelnummer, Wordcount, Anmerkungen). Manchmal füge ich hier noch eine vierte Spalte hinzu als “+/-”, um zu berechnen, inwieweit sich der Wordcount verändert hat.


Optional: Der $$$ Tab

Als Autorin, gerade als Selfpublisherin, ist man verantwortlich für die eigenen Einnahmen und Ausgaben. Und während ich ein Fan davon bin, die Ausgaben möglichst gering zu halten, wollte ich mit diesem Tab tracken, wie viel ich mit einem Buch verdienen müsste, um nicht nur die ganzen Ausgaben für Cover, Taschenbuch-Druck, etc. wieder reinzuholen, sondern auch für die Arbeit an sich (mit dem aktuellen Mindestlohn als Basis).


Das ist gerade noch im Test, deswegen kann ich nicht viel dazu sagen, aber ich habe sonst kein anderes System, um mir darüber einen Überblick zu verschaffen, also dachte ich, dass es ganz gut in diese Tabelle passt.


Wann und wie aktualisiere ich meine Tracker

Meinen Work-Log habe ich immer offen, sobald ich an dem jeweiligen Projekt arbeite und trage immer sofort ein, was ich gemacht habe, einerseits die Sprints im Sprint-Tab, aber auch was ich gemacht habe oder erreichte Meilensteine im Daily-Tab.


Da meine Schreibsession aus drei 10-minütigen Sprints besteht, schließe ich die erst ab, bevor ich das alles auch nochmal in meiner allgemeinen Wordcount-Tabelle festhalte.

Am nächsten Tag, manchmal auch schon am Abend trage ich dort im Daily-Tab auch noch die erreichten Wordcounts pro Projekt ein. Den Rest übernehmen in der Regel meine Formeln, aber ich checke die anderen Tabs trotzdem nach jeder Session, um zu sehen, wie ich mich verbessert habe.


Für mich war es super motivierend zu sehen, wie ich mich seit Februar verbessert habe. Vergleicht man den Februar mit dem März, erkennt man, dass ich nicht nur mehr, sondern auch schneller geschrieben habe. 


Meistens werfe ich beim Erstellen meines Schreibupdates nochmal einen genaueren Blick auf die Zahlen und resümiere, was gut gelaufen ist, wo ich mich noch verbessern könnte und was ich ändern sollte, um noch besser schreiben zu können.


Manchmal führt das zu Änderungen an meinen Trackern, oder aber bei meiner Routine. Es ist nichts in Stein gemeißelt und das ist okay.



Tracker-Download

Falls ihr das mit dem Tracken selbst ausprobieren wollt, aber keine Lust habt, euch selbst eine Tabelle zusammenzustellen, könnt ihr gerne meine Vorlagen herunterladen. Ich habe eine Google Tabelle erstellt, die ihr aber z.B. als Excel oder OpenDocument herunterladen und offline nutzen könnt.


Der Download ist kostenlos, aber ich würde mich natürlich über ein Shoutout auf Social Media freuen, wenn ihr sie benutzt :) 

Sagt auch gerne Bescheid, wenn etwas nicht funktioniert oder ihr Verbesserungsvorschläge habt. Ich bin zwar keine Excel-Zauberin, aber ich werde sehen, was ich tun kann.



Ich wünsche euch ganz viel Spaß und Erfolg bei euren Schreibprojekten!

eure kate


1 Kommentar

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1 Comment


Ann M Hoermann
Ann M Hoermann
Apr 06

Irgendwie erleichternd zu erfahren, dass ich mit dem „zu einem Song in Dauerschleife“-Schreiben nicht alleine bin. Ist schon irgendwie schräg, funktioniert aber auch bei mir bestens. Ich bin eher zufällig auf diesen Effekt aufmerksam geworden, weil ich monatelang immer mit dem selben Song meiner WIP-Playlist in jede Schreibsession gestartet bin. Und diesen Song hatte ich nicht passend zur Story/Stimmung o.ä. ausgewählt, sondern weil er mich daran erinnert, warum ich mich diesem Wahnsinn überhaupt aussetze. In schwierigen Phasen war einmal abspielen nicht genug und so war die Dauerschleifen-Variante geboren 😅

Ich tracke übrigens ebenfalls meine Wordcounts und Schreibzeiten sehr detailliert, weil das bei mir einen ähnlich motivierenden Effekt hat (Vergleiche so auch die Auswirkungen von Tageszeiten, Tablet versus Laptop, verschiedene Schreibprogramme).…

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Über Kate Stark

Schreibt Bücher und macht YouTube-Videos über ihr Autorenleben.
Liebt Social Media, Fantasy, Notizbücher und Schokolade.

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