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  • AutorenbildKate S. Stark

Schreibupdate Februar


Der Februar ist zwar schon eine Weile vorbei, aber ich komme erst jetzt dazu, mir meine Statistiken anzusehen und darüber zu reflektieren, wie der Monat gelaufen ist.


Würde ich dem Februar eine Schulnote geben müssen, wäre es vermutlich eine 2-. In diesem Post erzähle ich euch warum, woran ich gearbeitet habe, was ich gelernt habe und natürlich auch, was ich mir für den März vorgenommen habe.


Wie ist euer Februar gelaufen? Schreibt es gerne zusammen mit euren März-Zielen in die Kommentare!


Aber jetzt lasst uns loslegen :)


An welchen Projekten habe ich gearbeitet und warum?

Schreibprojekte und Wordcounts


Diesen Monat habe ich vor allem an zwei Projekten gearbeitet: Projekt Efeu Band 2 und Erwählte des Werwolfs (Grey’s Halfway House Band 6), wobei letzteres etwas mehr Gewicht hatte, da es Ende Mai erscheinen wird.


Bei Projekt Efeu habe ich fast 14.000 Worte im Februar geschrieben, bei Erwählte des Werwolfs circa 45.000 Worte. Instesamt sind es 56.000 Worte. Ja, ich weiß, da passt war nicht, aber das liegt daran, dass ich gegen Ende des Monats bei Erwählte des Werwolfs irgendwo die Wordcounts nicht richtig getrackt habe. Und jetzt steige ich selbst nicht mehr ganz durch. Upsi!


Insgesamt bin ich sehr zufrieden damit, auch wenn es einige Tage gab, an denen ich nichts geschrieben habe. Für den ersten Monat, in dem ich mich dem Schreiben wieder mit mehr Ernst und Strategie widme, ist das trotzdem ein gutes Ergebnis, finde ich.


Planungsprojekte

Da ich meine Bücher nicht von Anfang bis Ende bis ins kleinste Detail plane, bevor ich mit dem Schreiben beginne, habe ich natürlich auch einiges für diese beiden Schreibprojekte geplant. So kann ich auf neue/bessere Ideen, die mir beim Schreiben kommen, schneller reagieren, ohne meinen kompletten Plot (und damit viele Stunden an Arbeit) über den Haufen werfen zu müssen.


Aber es gab noch ein Projekt, an dem ich sporadisch geplant habe: MXK.


Was sich hinter der Abkürzung verbirg, verrate ich noch nicht. Nur so viel: Es ist ein entfernter Spin-Off zur Witch’s World Serie, die sich hauptsächlich mit den Fae beschäftigt, die in Band 5 zum ersten Mal auftauchen.


Was eigentlich ein Romantasy-Standalone werden sollte, hat nun das Potenzial zu einer Fantasy Trilogie mit einigen POVs und natürlich wieder ganz viel Intrige und Drama, wie ich beim Brainstorming rausgefunden habe.


Mal gucken, was daraus wird. Noch gibt es viele offene Fragen, die ich klären, und Charaktere, die ich kennenlernen muss.


Sonstige Projekte

Schreiben ist zwar die Hauptaufgabe einer Autorin, aber es stauen sich immer noch einige andere nicht-schreibrelevante Projekte bei mir an.


Im Februar habe ich mich z.B. für ein Stipendium für Künstler aus Würzburg beworben (mit Projekt Efeu als Projekt). Keine Ahnung, was daraus wird und wann ich da Rückmeldung bekomme, aber da die Trilogie einen leichten regionalen Bezug hat, dachte ich, ich probier’s einfach mal.


Außerdem habe ich Tammi Labrecques Buch Newsletter Ninja gelesen. Darin geht’s um den Aufbau von Newslettern speziell für uns AutorInnen. Das Thema Newsletter ist nämlich etwas, worauf ich in den nächsten Monaten achten und dazulernen möchte. Und ich muss sagen, dass das Buch definitiv hilfreich war. Gerade gehe ich hier noch meine Notizen durch, habe aber auch schon erste Ideen für meinen zukünftigen Newsletter gesammelt.


Im Haushalt gab es auch etwas zu tun. Papa Stark hat begonnen, mein schimmelgeplagtes Bad zu renovieren. Das ist mir schon lange ein Dorn im Auge und wir haben jetzt rausgefunden, woher der Schimmel höchstwahrscheinlich kommt. Bisher konnten wir ihn gut bekämpfen und haben einige Silikon-Fugen ausgetauscht. Jetzt muss noch was am Boden gemacht und die Decke neu gestrichen werden, dann sollte auch das erledigt sein.

Und das ist gut so, denn durch die Renovierung ist meine Wohnung wieder ein einziges Chaos und das belastet mich auch beim Schreiben immer wieder.



Was ich im Februar gelernt habe …

Eine ganze Menge.


Wechsel zwischen Projekten - gut oder schlecht?

In meinem Post zu den Langzeit-Zielen habe ich ja schon von meinem Selbstexperiment erzählt, nämlich dass ich mich nicht mehr auf nur ein Projekt versteifen möchte, nämlich das, das als nächstes erscheint.


Und bisher war das eine sehr gute Entscheidung, aus zwei Gründen.


Es gab Tage, da hatte ich einfach keine Lust auf Louise, Markos und das Halfway House (hat sich aber glücklicherweise in Grenzen gehalten). Statt mich dazu zu zwingen, habe ich mein Projekt für den Tag gewechselt und einfach an Projekt Efeu weitergeschrieben.

Für diesen Fall war das Selbstexperiment ja gedacht. Um mal etwas Pause bei einem Projekt einlegen zu können, das gerade nicht so gut läuft, und trotzdem Fortschritte zu machen, nur eben in einem anderen Projekt.


Aber es gab noch einen zweite Grund, warum es gut war, zwischen den Projekten zu springen: Weil ich an manchen Tagen so viel geschrieben habe, ist mir manchmal am nächsten Tag das Material ausgegangen.


Wie ich oben schon gesagt habe, plane ich immer nur die unmittelbare Handlung im Detail aus, sprich ein bis zwei Kapitel. Und da ist es durchaus vorgekommen, dass ich an einem Tag ein oder zwei kurze Schreibsprints eingelegt habe, und ich plötzlich nichts mehr hatte, um darüber zu schreiben.

Statt das Schreiben für den Tag ganz an den Nagel zu hängen, habe ich eben mit einem anderen Projekt weitergemacht.


Bisher funktioniert es also ganz gut, zwischen den Projekten zu springen. Da beide auch sehr unterschiedlich sind, Projekt Efeu ist eine Horror-Trilogie, die in Deutschland spielt, Erwählte des Werwolfs ein Paranormal Romance Roman, der in den USA angesiedelt ist, bin ich auch kaum durcheinander gekommen.


Schreibsprints und Parkinson’s Law

Ich denke, darüber werde ich bald nochmal einen eigenständigen Blogpost schreiben, weil ich hierzu einiges dazugelernt habe.


Kurzfassung: Schreibsprints haben mir gezeigt, dass ich besser mit einem festgelegten Zeitlimit arbeite.

Wenn ich weiß, dass ich z.B. 30 Minuten an der Planung für Erwählte des Werwolfs arbeiten soll und danach eine Pause machen “darf”, fällt es mir wesentlich leichter, mich zu konzentrieren. Und ich bekomme ich kürzerer Zeit mehr geschafft.


Das gleiche gilt für die Schreibsprints.

Hier absolviere ich immer drei zehnminütige Sprints hintereinander, getrennt von kurzen Pausen zum Kaffeetrinken, Notieren des Wordcounts und Überfliegen der nächsten Plotpoints. In zehn Minuten komme ich zum Teil auf über 500 Worte.


Und was ist dieses Parkinson’s Law?

Parkinson’s Law oder auf Deutsch das Parkinsonsche Gesetz besagt, dass sich die Arbeit in dem Maße ausdehnt, in dem die dafür festgesetzte Zeit verstreicht.

Wenn ich den ganzen Tag habe, um 5.000 Worte zu schreiben, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass ich es den ganzen Tag vor mir herschiebe, bis ich es abends dann doch noch auf Biegen und Brechen erreiche. Und meistens habe ich dafür nur ein paar Stunden gebraucht, sprich, ich hätte es auch schon viel früher abschließen können.


Indem ich also meinen Aufgaben bestimmte Zeitlimits zuweise, in der Regel 30 Minuten, gebe ich einen engeren Rahmen vor und schließe die Aufgabe so meist schneller und mit weit weniger Stress ab, als wenn ich sie den ganzen Tag vor mir herschieben würde.


Sicher kennt ihr das auch noch von der Schule mit dem Lernen für einen Test oder den Hausaufgaben, die zu einem bestimmten Datum fertig sein müssen.


Post-Its als Gedankenstütze

Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die bei Aldi immer zwei Packen Post-Its mitnimmt, wenn sie im Angebot sind, und sie dann doch nicht benutzt.


Aber im Februar habe ich die Post-Its dann doch aus der Schublade geholt und sie haben mir sehr beim Plotten meiner beiden Schreibprojekte geholfen, und das auf zwei sehr unterschiedliche Art und Weisen.


Mitte des Monats bin ich bei Erwählte des Werwolfs etwas stecken geblieben. Ich hatte schon einige Worte geschrieben, aber der Midpoint war noch lange nicht in Sicht und nun, da es auf die Aussprache der beiden Protagonisten zuging, war ich mir nicht sicher, wie es danach weitergehen würde.




Also habe ich mir während einer schlaflosen Nacht einen Packen Post-Its und meine Zusammenfassung von Romancing the Beat (Liebesroman-Schreibratgeber von Gwen Hayes) geschnappt und die nächsten Plot-Points ganz grob darauf zusammengefasst. Eine knappe Stunde später hatte ich nicht nur die wichtigsten Plotpoints bis zum Ende von “Phase 3” der Romancing-the-Beat-Struktur ausgeplant, sondern auch noch eine tiefere emotionale Bindung zu Louise, der Protagonistin gefunden.


Jetzt hängen diese Post-Its an meiner Küchentheke über meinem Schreibtisch, sodass ich sie nach und nach beim Schreiben abarbeiten kann.


Die Post-Its visuell vor mir zu sehen, hat mir irgendwie mehr geholfen, als mir Stichpunkte oder eine Mindmap am PC zu erstellen. Werde ich, denke ich wieder so machen, wenn ich bei einem Buch steckenbleibe.


Bei Projekt Efeu haben mir die Post-Its auf andere Weise geholfen.

Hier gibt es sehr viele unterschiedliche Hinweise, Reveals und Gespräche, die meine drei Protagonisten führen müssen. Das alles in einem Worddokument stehen zu haben, hat die Sache sehr unübersichtlich gemacht (ähnlich wie bei Erwählte des Werwolfs). Aber, nachdem ich mir für jedes wichtige Ereignis einen Post-It geschrieben und diese an der Wand in einen ungefähren zeitlichen Ablauf gebracht habe, kann ich jetzt besser den Überblick behalten.


Sollte etwas Neues dazukommen, dem meine Charaktere an einer späteren Stelle der Trilogie auf den Grund gehen sollen, schreibe ich wieder ein neues Post-It und klebe es ungefähr da hin, wo es meiner Meinung nach stattfinden soll. Später kann ich sie immer noch umorganisieren, wenn sich daran etwas ändert.


Änderung an meiner Schreibroutine

Im Februar ging es mir ja darum, endlich wieder eine Schreibroutine zu etablieren und möglichst jeden Tag zu schreiben, und zwar mindestens 1.000 Worte.

Zwar gab es auch einige Tage, an denen mir das nicht gelungen ist (z.B. wegen einer Erkältung oder hormonellen Schwankungen durch meine Periode), aber alles in allem finde ich, dass sich das mittlerweile gut bei mir eingependelt hat.


Am Anfang ging es mir nur darum, meine drei bis sechs Schreibsprints (á 10 Minuten) zu absolvieren und eben meinen Wordcount für den Tag zu erreichen.

Aber, wie ich oben auch schon gesagt habe, ist mir an manchen Tagen mein “Material”, also die geplanten Kapitel, ausgegangen und ich hatte plötzlich nichts mehr, das ich ausformulieren konnte.


Deswegen habe ich für den März eine Anpassung an meiner Schreibroutine vorgenommen, die auch mit dem Parkinsonschen Gesetzt zusammenhängt, über das ich eben schon gesprochen habe.


Ich werde zusätzlich zu meinen zwei bis drei Schreibsessions auch jeweils zwei bis drei Plaungs- und Überarbeitungssessions einfügen.

Beides hatte ich bisher nur sporadisch auf meiner täglichen To-Do-Liste stehen und habe da noch ziemlich viel prokrastiniert, bis ich mein 30-Minuten-Zeitlimit eingeführt habe.


Die Planungssessions sind in erster Linie natürlich dazu da, neue Kapitel zu planen, damit mir in Zukunft eben nicht mehr das Material ausgeht. Wenn dann noch Zeit übrig ist, ich vielleicht nur eine 30-Minuten-Session gebraucht habe oder gar nichts vorbereiten musste, kann ich diese Zeit dann zum Brainstormen neuer Projekte wie z.B. MXK nutzen.


Die Überarbeitungssessions sind einerseits dazu da, um meine Texte zu überarbeiten (wie offensichtlich!), aber auch, um Zusammenfassungen des Plots zu erstellen.

Wenn ich schreibe weiche ich an manchen Stelle doch mal von meiner Outline ab oder gehe auf manche Stichpunkte näher ein. Diese Änderungen vermerke ich aber nicht in meiner Outline und komme später oft ziemlich durcheinander.


Deswegen möchte ich ab sofort gleich bei der ersten groben Überarbeitung (nach zwei bis vier Kapiteln) eine detailreiche Zusammenfassung schreiben. Auf die kann ich dann einerseits während des Schreibens der Rohfassung zurückgreifen, wenn ich mir nicht mehr sicher bin, was in einem vorherigen Kapitel passiert ist. Oder eben auch weit später, wenn ich schon ein oder zwei Bücher weiter bin und auf eine bestimmte Szene Bezug nehmen möchte. Dadurch spare ich es mir, jedes Mal die betreffende Stelle im Manuskript durchlesen zu können.


Und wenn bei den Überarbeitungssessions fürs aktuelle Rohfassungs-Projekt nicht so viel zu tun ist, kann ich es nutzen, um andere Projekte zu überarbeiten oder meine älteren Bücher zusammenzufassen. Das fehlt mir nämlich noch für die meisten meiner veröffentlichten Romane und Novellas.


Keine Ahnung, ob und wie mich das dann tatsächlich konkret jeden Tag voranbringt, aber ich denke, das ist ein ganz guter Ansatz für einen Test. Im März-Update lasse ich euch dann wissen, inwiefern das etwas gebracht hat.


Was steht im März an?

Grundsätzlich habe ich mir ja vorgenommen, jeden Tag mindestens 1000 Worte zu schreiben, also insgesamt 31.000 Worte im gesamten Monat März (wahrscheinlich wird es aber ein Stück mehr werden).

Diese werden sich auf Projekt Efeu Band 2, Erwählte des Werwolfs und dessen zweite Prequel-Novella verteilen. Letztere habe ich schon im Januar geplant und würde sie gerne im März noch veröffentlichen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das tatsächlich schaffe, aber ich werde es auf jeden Fall versuchen. (Spoiler: Aktuell umfasst die Novella schon 10k und es fehlen noch 3,5 Kapitel!)


Ansonsten möchte ich weiter an meinem Newsletter arbeiten und hier konkret die ersten Mails verfassen und die Tipps umsetzen, die ich aus dem Buch mitgenommen habe.


Zwischendurch werde ich auch weiter an MXK planen bzw. brainstormen und hoffentlich endlich die Zusammenfassung von Hurting Witches abschließen, damit ich da bald mit Band 6 weitermachen kann.


Mit dem Schreiben habe ich mich jetzt langsam eingegroovt, weswegen ich ab März auch anfangen möchte, auf Social Media wieder etwas aktiver zu sein. Dafür habe ich z.B. schon einen Plan für zukünftige YouTube-Videos gemacht und mir auch überlegt, wann und wie ich ab sofort täglich Kurzvideos für TikTok, Instagram Reels und Co. filmen kann. Das ist, so zu sagen, die nächste wichtige Gewohnheit, die ich einführen möchte, jetzt da es mit dem Schreiben wieder gut läuft.


Das war es aber von meiner Seite, was mein Update für den Februar und meine Ziele für den März angeht.

Wie lief der Februar für euch? Und was habt ihr euch für den März vorgenommen?

Schreibt’s gerne in die Kommentare!


Ich bin gespannt und wünsche euch viel Erfolg!

eure kate



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Über Kate Stark

Schreibt Bücher und macht YouTube-Videos über ihr Autorenleben.
Liebt Social Media, Fantasy, Notizbücher und Schokolade.

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